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Alt 16-04-2003, 12:58
alsoich alsoich ist offline
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auch wenn ich erst 2 monate kung fu mache, finde ich doch, dass es ne menge mit buddhismus/taoismus zu tun hat.

zumindest ist es das, was mich als jahrelange zen-praktizierende fast als erstes begeistert hat:
achtsamkeit, nicht-getrennt-sein von allem (v.a. vom gegner/partner), bewusstheit, völliges im-moment-ruhen (im idealfall), bei sich bleiben, offenheit und annehmen jeder erdenklichen situation mit entsprechender reaktion darauf, etcpp.

und da chan-buddhismus der "vorgänger" von koreanischen und japanischen zen-richtungen ist wie auch der hintergrund, vor dem sich die diversen kung fu stile entwickelt haben, scheint mir diese "ähnlichkeit" sehr logisch zu sein.

nun gut, letztlich sollten all diese qualitäten bei jeder kleinen alltags-tätigkeit zum vorschein kommen, aber kung fu fördert ihre entwicklung und schärft zumindest in einigen bereichen das nötige bewusstsein.

ich für meinen teil finde kung fu gerade wegen dieses philosophischen unterbaus reizvoll, es könnte ja mal jemand ein buch zum thema "zen in der kunst des kung fu" schreiben. das würde zumindest mehr sinn machen als all die anderen schnöden titel à la " z.i.d.k. des heckenschneidens".

weiss übrigens jemand, ob chan-buddhismus in china überhaupt noch praktiziert wird? ich habe vielfach gehört, dass er "ausgestorben" wäre, wie der buddhismus in indien auch.
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