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Man müsste mal checken, ob die Grammatik so auch im alten China verwendet wurde. Lohnt sich aber bestimmt, mal in diese Richtung zu forschen.
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Normalerweise wird das ganze Prinzip doch ausgedrückt mit "Kraft hören/fühlen - Kraft verstehen - Kraft aufnehmen - eigene Kraft dazutun".
Ich kenne jetzt die komplette chinesische Version nicht, aber die ersten beiden Teile müssten ja "ting li - dong li" sein, wobei mit "li" ja die (spürbare/"oberflächliche") Kraft des Gegners gemeint ist (grammatisch als Objekt, ist also eine andere Art des Ausdrucks als "tingjin" und "dongjin", was ja sinngemäß als "Hör/Spürkompetenz" und "Verstehenskompetenz" zu interpretieren wäre, d.h. "jin" ist hier kein Objekt, sondern Teil des Wortes).
Ansonsten ist mir noch dazu in den Sinn gekommen, dass mit dem ting-Aspekt nicht notwendigerweise ausschließlich das sensorische Fühlen gemeint ist, sondern ein Fühlen/Spüren mit allen (relevanten) Sinneskanälen, welche in erster Linie Gesichtssinn, Tastsinn, Gleichgewichtssinn, danach auch Gehörsinn wären, aber Geschmacks- und Geruchssinn wohl weniger.
D.h. man versucht mit allem zu spüren, was da ist, und das "Hören" drückt quasi aus, dass man mit dem Gefühl, was man normalerweise vom Lauschen oder Horchen am besten kennt, auch den Gesichts-, Tast- und Gleichgewichtssinn benutzt.
Also ting/hören mehr im Sinne der Benutzung der typischen Stimmung des Lauschens/Horchens (selber still sein, auf feinste Änderungen achten usw.).
Ich sehe das auch nicht als Widerspruch zu der Geschichte mit dem Gast, in der offenbar eher der Sinn darin liegt, den abstrakten Kontext von den direkten/naheliegenden Bedeutungen der Wörter abzulösen. Vom Prinzip her beschreibe ich ja etwas sehr ähnliches.
Aus rein praktischer Sicht ist natürlich der Fühlaspekt der nächstliegende, der Aspekt des Gesichtssinns könnte dabei eine Bedeutung gewinnen, dass man ja auch dadurch, dass man sieht, was der Gegner macht, etwas über seine Intentionen erfährt, und wie er versucht, seine Kraft anzuwenden.