Hallo Thomas!
Zitat:
Zitat von ThomasR04IG @John_Doe: Ich meine mal gelesen zu haben, dass man (wenn man 2 Stile lernt) IMMER die Stile vermischt, ob man sich nun sagt "Ich trenne das sauber voneinander" interessiert nicht, weil scheinbar immer irgendwelche Bewegungen eines anderen Stils immer in dem Stil den man gerade macht mit einfließen (bzw umgekert/durcheinander). |
Nun, das mag meiner Erfahrung nach (mit Einwand, siehe weiter unten) in der von mir erwähnten
SV-Situation unter dem Aspekt der freien Bewegung zutreffen - aber nicht im Unterricht bzw. im Training. Ich unterrichte z.B. Bagua, Taiji, Liuhe Bafa und Xingyi, gelegentlich noch Aufwandslose Bewegung (aber das ist allerdings kein Stil, sondern ein Konzept) und bin sehr wohl in der Lage, all' dies ohne die geringsten Probleme von Vermischung "pur" zu lehren als auch selbst zu üben.
Stell' Dir mal vor, Du besuchst Sprachkurse - im ersten lernst Du die englische, im zweiten sagen wir die spanische und im dritten die bayerische

Sprache. Da Du das ja nicht simultan, sondern zeitlich getrennt praktizierst, solltest Du eigentlich keine Schwierigkeiten haben, das auseinander zu halten. Aber versuchst Du, Dich in allen Sprachen gleichzeitig auszudrücken, kannst Du entweder nicht wirklich sprechen oder es kommt nur ein unverständliches Kauderwelsch heraus.
Wenn eine Vermischung (diverser Neijias) im Ernstfall so zu verstehen ist, daß Du z.B. einen Angriff mit Lü aus dem Taiji aufnimmst, Dich dann mit einer Bagua-Schrittfolge in eine günstige Position bringst und mit einem Bengquan aus dem Xingyi die Angelegenheit beendest, dann wäre das meiner Meinung nach keine wirkliche "Vermischung" im Sinne des o.a. Kauderwelschs, sondern nur eine temporäre Abfolge - so, als würdest Du am Stammtisch mit einem Engländer, einem Spanier und einem Bayern sitzen und Dich angeregt unterhalten.
Schöne Grüße,
john_doe