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Alt 24-01-2002, 19:56
Benutzerbild von Klaus
Klaus Klaus ist offline
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Nur um Mißverständnissen vorzubeugen: Die Schneide wird zur Spitze hin dünner ("distal taper"-Layout), und hat seine dünnste Stelle ca. 4cm vor der Spitze. Der Klingenrücken ist aber normalerweise, bei einer Diamantform-Klinge, selbst auf dem scharfen Teil noch ~2mm dick, ist also auf gar keinen Fall "instabil" bzw. so flexibel wie das "Green Destiny" in Tiger&Drachen. Flexibel heisst, beim Aufprall mit der Spitze kann sich die Klinge ganz leicht biegen, darf sich aber nicht so stark verformen daß man nicht mehr sinnvoll durch eine Panzerung bohren kann. Ich halte kein Schwert für "echt", auch als Nachbildung, das sich beim Schlagen in der Luft verformt, dann kann man keine Schnitte machen. Schlägt man mit der Hand gegen den Griff, oder macht eine Fajing-Bewegung, vibriert jedes geschmiedete Schwert. Nimmt man ein modernes "Combat-Steel"-Schwert, wird sich das Vibrieren und Durchbiegen aber in engen Grenzen halten, es wird als "not flexible" ausgewiesen.

Bei historischen Schwertern gibt es nichts, was nicht irgendwann einer gemacht oder versucht hat, vom 7mm-Durchmesser-Rapier mit Grand-Canyon-Blutrinne, welche mit dünnen erhabenen Verstärkungen, diamantformartige, sich verjüngende Rapiere mit der oben genannten Schneide auf dem letzten Drittel, oder simple dünne Blechtortenheber mit runder Spitze und Verstärkungsgrat auf dem Rücken. Meisterschwerter sind entweder leicht aber stabil und haben die Diamantform, für schnelle einhändige Stiche und Schnitte, gegen Gegner und in Umfeldern wo man nicht auf Leute mit Rüstungen trifft, oder sind irre lang und schwer und hacken auch durch Leder durch. Die werden aber zweihändig wie ein Speer benutzt.

Die Halbwertzeit von Leuten, die mit einem Schwert einfach in der Gegend rumhacken und sich nicht wirklich schnell und sicher bewegen können und dabei eine Fliege aus der Luft holen, also die die Formen für Schnickschnack halten, gegen Leute die jahrelang sowas machen wird in Zehntelsekunden gemessen. Der schnellste Weg unter die Erde war in alten Zeiten, einfach mal auf den Gegner losstürzen und irgendwie auf den Torso einschlagen. Solche Ideen entwickelt man, wenn man die Taktiken aus den "effektivsten Nahkampfstilen, die je ein Mensch erdacht hat" nimmt. Stile die rasiermesserscharfe Rapiere benutzen und damit rattenschnelle Schnitte in der Luft nur mit der Spitze setzen, gehen nämlich nicht an den Körper sondern an die Arme, die bekommt man nicht so schnell weg wie eine Klinge aus dem ganzen Körper geschlagen durch diese durchpfeifen. Dafür braucht man Auge und eine totale Sicherheit im Umgang mit dieser Spitze, und das bekommt man nicht durhc Rumknüppeln, sondern aus Übungen, die nur das Handling trainieren - was man aus unerfindlichen Gründen mal "Formen" genannt hat. Die früher übrigens aus lediglich einer Schrittfolge und einem Schlag bestanden, tausend mal hintereinander.

Gut:
http://www.38.vg/time/h075.JPG
http://www.38.vg/time/h075b.JPG
http://www.38.vg/time/h075c.JPG

http://www.sunmedia.com.hk/memder/go.../02/image/05/.

http://www.sunmedia.com.hk/memder/go.../02/image/08/.

ll:
http://www.38.vg/time/h089.JPG


Jede Menge Krempel:

http://www.38.vg/time/. (alles ab h075)
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