Erfahrungsbericht vom Kapap Seminar am 03. 11. 2008 Erfahrungsbericht vom Kapap Seminar am 03. 11. 2008
Um nun nach einigen Jahren Krav Maga Training auch mal einen anderen israelischen Stil kennen zu lernen, beschlossen der User "Sejoscha" seines Zeichens Krav Maga Instruktor der IKMF und ich uns mal das Kapap auf einem Introseminar in München anzuschauen.
Zuerst wurde mit einer Power Point Präsentation etwa 1 Stunde Theorie gebüffelt.
Im praktischen Teil ging es dann zuerst ins lockere Schattenboxen, danach direkt zum "Slowfighting" gegen einen Gegner. (Das "Slowfighting" ist im Krav Maga wie auch im Kapap die erste Stufe des Sparring)
Nach einigen Minuten dann 2 gegen 1 und wenig später dann noch 3 gegen 1, wobei es wirklich darum ging ein kontrolliertes Miteinander und nicht zu sehr verbissen seines Weg zu gehen.
Nach diesem Aufwärmen folgte dann etwas Pratzenarbeit.
Eigentlich typische Boxkombinationen in Verbindung mit Ellenbogenschläge und auch Kopfstöße wie auch tiefen Tritten.
Ebenso Stresstraining mit Pratzen auf Zeit in einer 4er Gruppe.
Nach einer kurzen Pause ging es dann in den Bereich Messerverteidigung / - kampf, wobei hier hauptsächlich Techniken aus den philippinischen Stilen gezeigt wurden.
(Vieles erinnerte an das "Die less often" von Marc Denny und Gabe Suarez bzw. an das "S.T.A.B." Programm von Karl Tanswell, was meiner Meinung nach im Allgemeinen schon zu dem besseren Sachen gegen Messer gehört)
Im Bereich Messer vs Messer wurde ein Drill vorgestellt, den ich unter dem Begriff "1:1" aus dem Eskrima kenne und eine gute Koordinationsübung darstellt.
Nachdem die Teilnehmer nun auch hier einen Überblick über die Basics bekommen hatten, ging es dann in einige Stressdrills, die typisch israelisch sind.
Ein Vollkontaktanzug wurde zur Hilfe genommen und das zuvor vorgestellte "Shockknife" kam zum Einsatz, wobei hier nun jeder Teilnehmer seine erlernten Sachen mal unter Druck testen konnte.
Nach einer erneuten kurzen Pause, wurde dann auf die Wichtigkeit der "Bodydefense", speziell natürlich gegen eine Schusswaffe eingegangen.
Hierzu nahmen die 3 Kapapinstructoren eine Sofairpistole zur Hilfe und jeder der Teilnehmer aus den verschiedenen Bereichen wie z.B. dem Fast Defense, Krav Maga, Kapap... etc., konnte darauf hin nun seine "Bodydefense" gegen die Softair ausprobieren.
Zum Schluß wurde dann noch der "S.P.E.A.R." Eingang von Tony Blauer unter Vollkontakt behandelt.
Fazit:
Das geschriebene kann natürlich jetzt nur ein grober Überblick über diesen einen Tag wiedergeben.
Für mich war nichts neues dabei, dennoch ein gutes Training um mir ein Überblick über das Kapap zu verschaffen, was wohlbemerkt nur in dem gezeigten kaum eine Verbindung zu dem Krav Maga der IKMF bzw. dem Krav Maga Maor was ich kenne zeigt.
Ich kann nur trotzdem jedem User empfehlen, nach München zu einem Introseminar zu fahren, es lohnt sich.
Oder natürlich am 19.-20. April in Gelsenkirchen auf dem "Have A Knife Day" Teil 2, um bei den Jungs um Kapap Deutschland zu trainieren, die dort ein Teil Referenten ausmachen.
Gruß Markus |