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Alt 28-05-2003, 14:27
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jkdberlin jkdberlin ist offline
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
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Ich fang mal so an:

Der Teil mit den Stöcken gehört meiner Meinung nach in eine Diskussion zu den Filipinischen Kampfkünsten. Hat nix mit JKD zu tun.

Zum Sterben des Systems mit Bruce Lee: ich halte das für ausgemachten Quatsch. Kein System stirbt mit dem Erfinder, sonst hätten wir werder Karate oder Aikido noch Mathematik oder Biologie etc.

Das Problem des Mischmaschs ist meiner Meinung nach tatsächlich ein hausgemachtes. Mindesten zwei Faktoren führten dazu:
- Das Versprechen von Guro Dan Inosanto an Bruce Lee, JKD nicht weiter zu unterrichten. Als Guro Dan dann später Seminare gegeben hat (obwohl er eigentlich nur noch FMA unterrichten wollte und zum Jun Fan Gung Fu Training von seinen Schülern überredet wurde), wurden seine Seminare als JKD beworben. Er versuchte jedoch, sich gemäss seines Versprechens, die Konzepte und Prinzipien des JKDs durch andere Kampfkünste wie zum Beispiel FMA oder Silat zu zeigen. Leider war dort und ist auch bis heute selten eine Trennung zu sehen.
- JKD ist in meinen Augen relativ "langweilig". Stundenlanges Basistraining, bevor man die einzelnen Teile zusammensetzt und dann zum nächsten geht. Wer will so etwas auf einem Seminar sehen? Ich erinner mich an das erste Ted Wong Seminar in Holland, in dem praktisch 2 Tage a 4 Stunden Fussarbeit sowie Führhandschlag, Sidekick und Pak Sao geübt wurden.
Leider bauen einige JKD Schulen heute ihren Unterricht so wie Seminare auf. Um Schüler zu behalten werden den Anwesenden Techniken über Techniken aus diversen Kampfsystemen gezeigt, die alle in einen grossen Topf geworfen werden. Interessanterweise ist dabei anzumerken, dass zum Beispiel das Training in der Inosanto Academy da ganz anders aussieht, es erfolgt eine strikte Trennung von z.B. FMA und Jun Fan Gung Fu. Nur leider wissen das anscheinend einige Leute nicht, die eben nie das Training so erfahren haben.
Sicherlich liessen sich noch andere Faktoren finden, dies sind jedoch meiner Meinung nach die Hauptfaktoren.

Die fehlende Wing Chun Basis:
Wing Chun hat wenig bis nichts mit dem JKD der Los Angeles Phase zu tun. Die Frage ist, ob man *ing *un zum Erlernen der Basis des JKDs braucht. Ich behaupte, man braucht das nicht. Es hilft, es ist aber nicht notwendig. Dazu haben sich beide Systeme zu weit von einander entfernt. Man kann die Prinzipien, auf denen JKD aufbaut, auch im JKD lernen, dazu braucht man kein *ing *un. Es gibt meiner Meinung nach aus jeder Phase des JKDs genug herausragende Persönlichkeiten. Keine Phase ist besser oder schlechter.

Dieser Elitenvorwurf aus dem zitierten Artikel kommt meiner Meinung nach recht passend. Aber der stösst meistens bei den Leuten an, die ebenfalss von sich und ihrem System als elitäre Kampfkunst überzeugt sind. So what, wir alle lieben das, was wir machen, sonst würden wir es nicht machen. Jeder Kampfkünstler, der ernsthaft trainiert, kommt irgendwann an einen Punkt, an dem er erkennt, das es kein elitäres oder "bestes" System gibt. Es gibt vielleicht nur ein persönlich "bestes" System, ein System, dass es dem Ausübenden ermöglicht, sein eigenes Training zu optimieren. Das sollte jeder für sich selbst finden.

Bis hierhin erstmal, ich bin auf den Fortgang der Diskussion gespannt, hoffe aber auf eine sachliche und fundierte Diskussion.

Grüsse
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Frank Burczynski - J.A.B. JKD Akademie Berlin + IMAG e.V. http://www.jkdberlin.de
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