Wichtig ist, dass man zu sich selbst steht, und sich nichts einreden lässt. Gründe warum jemand totalen Blödsinn von sich gibt, gibt es immer welche, bei ihm persönlich. Entweder man macht sich auf die eine oder andere Art Luft, oder ignoriert solche Leute. Heile Welt geht bei vielen Leuten einfach vor, sonst würden sie sich ja fürchten, oder müssten einem Triebtäter sagen dass er einer ist und die Repressalien in Kauf nehmen. Falls Du WIRKLICH dieses "Gespräch" machen willst, lass Dich vorher auf alle Eventualitäten ein. Dass er lügt, dass der "Vermittler" für ihn Partei ergreift weil es ihm eh zu blöd ist, oder er mit sowas auch nicht umgehen kann. Dann passiert es nicht erst wenn man in der Situation ist. Läuft es besser als gedacht gut, sonst ist man vorbereitet.
Wenn es aber tatsächlich dramatisch abgelaufen ist, mit einer Beinahe-Vergewaltigung, Gewaltandrohung, offensichtlicher geistiger Störung des Typen, dann würde ich es NICHT auf sich beruhen lassen. Solche Leute ändern sich nicht, nur weil mal ein Gespräch mit Labersäcken stattfindet. Die nächste Frau oder das nächste Mädchen haben eventuell weniger Glück. Ich würde wenn möglich geistig und räumlich mit diesem "Umfeld" abschliessen wenn nötig, und diesen Vorfall bei der Polizei zur Anzeige bringen. Nicht weil es soviel bringt dass er bestraft wird, sondern um es ÖFFENTLICH zu machen. Für Dich selbst, und für das nächste, oder vielleicht weitere schweigende Opfer die es schon gibt. Auch wenn es im Sande verläuft weil Aussage gegen Aussage steht (was wahrscheinlich ist), gibt es einen VORGANG. Eine Akte, in der schon mal was drinsteht über ihn. Beim nächsten Mal wenn nochmal eine Anzeige kommt, kann er sich nicht so leicht rauswinden, dann sind es nämlich bereits zwei. Und so weiter. Und für ihn persönlich bedeutet es, sich ein bischen mehr mit dieser Sache öffentlich auseinandersetzen zu müssen, als mit einem Sozialarbeiter.
Um ihm eine Chance zu geben, gegebenenfalls eine Therapie zu beginnen, würde ich ihm in dem Schlichtungsgespräch genau DIESES anbieten. Dass er die Wahrheit sagt, sich in Therapie begibt (dass es immer einen Grund in deren einener Kindheit gibt ist ja nicht falsch), und nicht lügt. Und für den Fall bietest Du ihm an, keine Anzeige zu erstatten. Falls er das ausschlägt, rumlügt, Dich angreift, behauptet Du wolltest mit ihm doch ****** und er wollte bloss nicht (das kommt mit Sicherheit in dem Fall !), dann gehst Du den Schritt und zeigst ihn an, inklusive Verweis auf das Schlichtungsgespräch. Vorsicht vor Racheakten, dafür sollte man vorbauen in dem Fall. |