Ich weiss, es ist schwierig es zu thematisieren, darum mache ich das jetzt auch nur theoretisch, auch für andere.
Wenn es um sowas wie ungewollte Zärtlichkeiten oder plumpe Avancen in der Wohnung geht, wie sie oben auch in real beschrieben wurden, kann man ein Schlichtungsgespräch in Betracht ziehen. Das ist ja noch die mildere Form.
Wenn es schon sowas wie merkwürdiger Gesichtsausdruck mit äusserst vulgären Aufforderungen, Einschüchterung ("wenn Du hier raus willst, musst Du ..."), Bedrohung oder eine erfolgreiche Flucht um den Küchentisch war, dann geht eine Schlichtung unter Androhung einer Anzeige noch gerade so eben. Kann sogar hilfreich sein, für einen selbst. Dabei geht es im Gespräch aber auch darum, das Wort "vermeintlich" vom Tisch zu streichen, und durch "tatsächlich" zu ersetzen.
Wenn es noch mehr war, dann kann ich mir sowas nicht mehr vorstellen, höchstens NACH einer Verurteilung, im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs. Bei Sachen die man noch so eben als "Scheisse aber geht noch wenn er sich entschuldigt" hinnehmen kann, kann man sich überlegen, ihm diese Chance zu schenken, falls er es zugibt und sich in Therapie begibt. Das ist aber kein Kaffeekränzchen, sondern ein vorweggenommener Täter-Opfer-Ausgleich, in dem die Rollen vorher festzustehen haben, und wo nicht im Raum steht dass er sich "wehren" kann und irgendwas behaupten oder androhen. Sondern eine letzte Chance für ihn. Aber auch sowas wie eine abgebrochene Vergewaltigung, weil er im letzten Moment irgendeinen lichten Moment hatte oder man es ihm ausreden konnte, hinterlässt Spuren, und bedarf einer Heilung durch klares Offenlegen.
Der optimale Gutfall ist, dass man beide, Täter und Opfer, heilen kann. Auch Täter haben fast immer noch einen Rest, der sich bewusst ist dass er aufgrund irgendwelchen Zorns von früher (Eltern usw.) was gemacht hat was nicht richtig war. Die Frage ist, wie gross der noch ist. Solche Leute leben in permanentem Zwiespalt dazwischen es zu wissen, und der Intensität des Zorns. Eine Therapie, und vor allem zu akzeptieren dass so jemand nicht völlig schlecht ist, kann da helfen. Wenn man mal böse Triebtäter erlebt hat, die eben nicht ganz grottenböse sind, wie sie sich dazu äussern, weiss man dass es manchmal noch Hoffnung gibt. Bei anderen kann man das knicken, die lügen um rauszukommen, und man kann es erkennen. Leute bei denen noch Hoffnung ist, sehen einfach nur traurig aus. Da sollte man auch keinen Druck machen, sondern einen Ausweg aufzeigen. Bei denen die nach Serienmörder aussehen ist eigentlich geschlossene Forensik angezeigt, ob man das erreichen kann ist eine andere Frage. In jedem Fall hätte ich dann auch geeignetes Werkzeug für den Fall der Fälle mit, die Narben die ich im Gesicht habe reichen mir. |