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Dann ist Dir doch sicherlich aufgefallen, dass dort auch gekämpft werden muss (nennt sich freie Anwendungsformen). Die Regeln unterscheiden sich deutlich von denen des fighting und sind in meinen Augen näher am realistischen Kampf.
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also ich weiß ja nicht, wie das im djjv ist, aber bei uns war die freie-
sv bzw. die freie anwendungsformen ein witz: mir wurde noch vorher permanent eingetrichtert, dass ich ja langsam machen soll, damit niemand verletzt wird und die angriffe auch "schön deutlich" telegraphieren muss, damit auch die letzte schlafmütze noch angemessen reagieren kann.
dazu durften dann noch keine "ausgefallenen angriffe" kommen, was dazu geführt hat, dass eigentlich nur mit fauststoß, schwinger, rückhandschlag, hammerschlag und fussstoß angegriffen wurde. mehr war da nicht.
meine danprüfung hat mich letztendlich in meiner entscheidung bestätigt, dem jujutsu, so wie es hier angeboten wird, den laufpass zu geben: der sport scheint irgendwie überaltert, in meiner danprüfung waren drei vierzigjährige und ein 17jähriges mädel (der liebling und kaffeekocher des oberprüfers, obwohl grottenschlecht und null kondition). das niveau war so unterirdisch, dass ich höchstens einem den dan gegeben hätte; den anderen hätte ich schon aufgrund ihrer miserablen kondition den schwarzgurt verweigert (besonders der tussi, die bei der freien-
sv bereits nach knapp einer minute aus dem letzten loch gepfiffen hat und fast kollabiert wäre).
am ende haben alle bestanden, das mädel hat nach aussagen aller drei prüfer die beste prüfung abgelegt und wir wurden noch einmal ermahnt und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir uns noch mehr mit dem technikbuch beschäftigen müssen, dass der oberprüfer geschrieben hat

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danach hab ich mir gesagt: nie mehr wieder! jujutsu hat soviel potential und wenn man dann sieht, was daraus gemacht wird, kommen einem einfach nur die tränen;
jj ist für mich eigentlich
mma, und so trainiere ich das bereits seit jahren und werde es auch so weitermachen.
ich seh auch ehrlich gesagt keine große chance, im
jj noch irgendwas zu verändern. wenn man das im großen stil machen will, geht das eh nur nach dem vorbild der franz. revolution: allen hohen tieren in der hierarchie die rübe runtermachen (und ich meine ausnahmslos allen) und durch eigene und vor allem gleichgesinnte leute ersetzen.
entweder das, oder einfach nur sein eigenes ding machen. ich entscheide mich für letzteres, weil es mit deutlich weniger stress verbunden ist

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