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Alt 26-02-2008, 09:13
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Lapis Lapis ist offline
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Ohrenlangzieh-Combat
 
Registrierungsdatum: 22.10.2007
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Zitat:
Ich vermute, dass ist alles nur Theorie, abgestimmte Partnerübungen die im Realfall mächtig in die Hose gehen würden.
Ja und nein. Ob Aikido im Ernstfall etwas nützt, hängt zum einen von den üblichen Faktoren ab:
-hast du die Situation früh genug richtig eingeschätzt
-hattest du überhaupt die Gelegenheit dazu oder kam der Angriff kalt von hinten
-wie geschult ist dein Gegenüber
-hat er Waffen oder keine
u.s.w.
und: hast du im entscheidenden Moment überhaupt die Eier(-stöcke), deine gelernte KK anzuwenden?

Und dann wiederum ist es eine Frage, was für einen Lehrer man hatte. Es gibt im Aikido sehr weiche und auch sehr tänzerische Stile, bei denen ich mir persönlich nicht sicher bin, wie weit ich damit käme. Dann gibt es wieder andere, die sehrwohl SV-orientiert arbeiten.

Ich meine mich zu erinnern, dass ich mal irgendwo gelesen habe, Ueshiba (oder war es Saito?) hätte gesagt Aikido sei Irimi und Atemi, Eintreten und Angreifen (bitte nicht auf diese Aussage festnageln, ich weiß weder wann noch wo ich das gelesen habe). Ich denke, es wird viel Eintreten aber oft zu wenig bis gar kein Angreifen gelehrt. Dem Angreifer soll die Wahl gelassen werden, seinen Angriff abzubrechen, tut er es nicht, gibt es Schmerzen. Und ab "tut er es nicht..." scheiden sich die Geister der verschiedenen Lehrer.

Einem geschulten Boxer möchte ich dennoch nicht ausgeliefert sein, darauf hätte ich aus dem Aikido derzeit keine geignete technische Antwort.

Der wichtigste SV-Punkt im Aikido ist wohl eher mentaler Natur: Nicht da sein (sich nicht an Brennpunkten aufhalten) und nicht provozieren. Ich habe noch von keinem Aikidoka gehört, dass er in Schlägereien verwickelt war.

Gruß
Lapis
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