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Alt 15-03-2008, 17:22
Abelaze Abelaze ist offline
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Kampfkunst: Judo
 
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Man kann eine Technik so lange üben, bis man sie im Schlaf beherrscht. Im Schlaf meint, fast aus jeder Situation heraus. Selbst für dise Technik eher ungünstige Aussgangssituationen können dann gemeistert werden. Im Judo nennt man solch eine Technik die eigene Spezialtechnik. Mehr als eine Spezialtechnik sind auch unter Profis eher selten.

Im BJJ, so kommt es mir vor, wurden die Teile vereint, die kampftechnisch relevant sind, bzw. auf einfachem Wege zum Erfolg führen.

Warum also einen technisch difizilen Wurf ansetzen, wenn man ihn auch in die Bodenlage zerren kann? (Ziehen in die Bodenlage ist im Wettkampfjudo verboten) Und auf ihm draufzusitzen und einzuschlagen ist absolut nicht judokonform, aber doch sehr wirksam.

Für mich stellt sich das so dar: BJJ ist ein zusammengewürfeltes System wie viele andere auch. Es hat sich an einem realistischeren Kampfablauf orientiert als am Judo. Ganz konsequent war es aber nicht, da nicht gerade wenig Techniken auf das Vorhandensein eines Gi aufbauen.
Ich habe noch kein BJJ trainiert. Wüsste auch nicht warum. Die Bodenkampftrainigsmöglichkeiten im Judo reichen mir, Wettkämpfe bestreite ich sowieso nicht mehr.
So schöne im Judo verbotene Sachen würde ich mir lieber aus dem Grappling/JKD (F. Burczynksi) holen.

Um auf das Thema zurückzukommen:
BJJ ist ein Sammelsurium von Techniken, um einen Kampf am Boden zuende zu bringen. Diese bis zur Vergasung trainiert erzeugen einen Vorsprung im Kampf der mit der o.g. Spezialtechnik zu vergleichen ist. So erklärt sich der große Erfolg von früher.
Dass ein BJJ Kämpfer bei Judoregeln wohl verliert interessiert ihn nicht. So wie mich nicht interessiert, dass ich beim BJJ WK versagen würde.
Was ist nun besser? Ein schööner Judowurf mit sofortiger Beendigung des Kampfes durch zerschmetterte Knochen beim Aufprall - oder BJJ glimpfliche Landung mit anschliessend durch Fäuste zermanschtes Gesicht?

Sympathischer ist mir Variante 1 - aber ehrlich gesagt ist es egal - denn ich schlage mich nicht.

Man sollte sich eher bei den Unterschieden zwischen den Stilen fragen, welches TRAINING einem besser gefällt. Denn das ist der Großteil der Zeit mit dem Stil. Otto Normalverbraucher kann auf Effektivität eigentlich pfeifen.
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