Hallo zusammen!
Ich greife hier mal einen Satz von taokriegerin (Danke für Deine ausführliche Antwort) auf:
Zitat:
Zitat von taokriegerin Also zuerst: Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit Ego-Loslassen dasselbe meine wie ihr. (...) Dann kann man das aber auch genau so formulieren anstatt da von einem diffusen „Ego-Loslassen“ zu reden. |
Der Punkt geht an sie - vielleicht sollten wir, bevor wir hier weitermachen, erstmal für uns klären, was die/der Einzelne überhaupt unter "Ego" versteht und was es folglich mit dem "Loslassen" etc. auf sich hat.
Ich mach' mal den Eisbrecher und definiere Ego als ein virtuelles Konstrukt, das zwangsläufig mit dem Beginn der Sprachentwicklung (@ bluemonkey: z.B. Deine Bemerkung zu Ego/Kindern) und dem damit einhergehenden Festlegen der Sprach-/Denkstruktur einsetzt und uns somit von der Welt "trennt" (hier, das bin ich und an der Grenze meines Ichs beginnst Du bzw. alles, was Nicht-Ich ist oder einfacher: ich Tarzan - Du Jane

).
Ob das gut oder schlecht ist, möchte ich, da es zunächst um Definitionen geht, hier erstmal außen vor lassen, darum können wir uns später kümmern.
Ich bin der Auffassung, daß wir als Menschen schon ein wenig mehr darstellen als nur das, was uns als unser Ego erscheint. Und damit kämen wir zu der mit dem Ego oft in einem Atemzug genannten "Illusion" - nämlich der, daß wir
tatsächlich getrennt sind von allem. Nach den Lehren verschiedener spiritueller Schulen ist es - vereinfacht ausgedrückt(!) - diese Illusion, die uns den Schmerz des Daseins bereitet.
Schöne Grüße,
john_doe