Muss Karate langweilig sein? Auf den ersten Blick vielleicht eine blöde Frage, aber sie beschäftigt mich trotzdem.
Wie viele male in diesen 14 Jahren bin ich im Karate gewesen, und es hat mich einfach nur anges*******. 100'000ende Oi-Zukis, Fuss 10 Grad mehr in eine Richtung stellen, 1000 mal dieselbe Kata, stundenlang Gyaku-zuki geschlagen.
Wenn ich heute zurückschaue, bereu ich keinen Zuki, keine Kata-Stunde und keinen Augeblick der Langeweile, jedoch früher, vorallem als Kind, war dies manchmal einfach fast so unerträglich, dass ich mich wirklich gefragt habe für was ich mir das antue, zumal einem der Sinn dahinter nicht ganz klar wurde. (als Kind). Noch ein kleines Gegenbeispiel: Im Ringen, hatte ich das Gefühl nie, es wurde nie langweilig, da man immer gegen einen Gegner kämpfen kann und nie dazu gezwungen wird, mit sich "selber" zu kämpfen, so wurde und wird es auch nie langweilig. Was ich jedoch nicht finde im Ringen ist, dieser tiefe Sinn, der nicht unbedingt etwas mit kämpfen zu tun hat. Ich hoffe Ihr versteht was ich meine...
Jetzt wollte ich fragen, auch hinsichtlich meiner eigenen Traininggestaltung, muss Karate "langweilig" sein, um dem Karateka den tieferen Sinn hinter dem Karate vermitteln zu können?
__________________ For what is a man, what has he got? If not himself, then he has naught. To say the things we truly feel; And not the words of those who kneel. Frei nach Frank Sinatra "My Way" |