Zitat:
Zitat von dominik777 ich kann es gut nachvollziehen, dass man karate training manchmal als langweilig entfinden kann. allerdings… hatte ich das während meiner jugend-karate-zeit (gerade mal zwei jahre shotokan) eigentlich nie so empfunden. und jetzt mit etwas reiferem alter sind mir natürlich auch die hintergründe der langweiligen trainingsmethoden besser bewusst. und ich mag es. langeweile ist eine einstellungssache.
deshalb ich imho die frage falsch gestellt: muss karate langweilig sein: nein, muss es sicher nicht, aber es kann langweilig sein.
wenn ich kata übe, dann schleife ich die techniken und schritte, die atmung und das kime. immer und immer wieder. langweilig wird mir dabei nie. vielmehr entdecke ich bei jedem durchgang wieder stellen, an denen ich feilen kann.
wenn wir am weihnachtstraining 1000 tsukis und 500 mae geris mit kiai machen, dann wird mir das auch nicht langweilig, denn jeder tsuki und jeder mae geri ist eine neue herausforderung. noch schneller, noch stärker, noch lauter.
klar kann man den unterricht langweilig gestalten, doch karate (und auch andere kampfkünste) berühren die mentalen seiten des sportler viel mehr als andere sportarten. und wer das mal begriffen hat und diese seite ebenfalls in sein training einbaut, dem sollte es eigentlich nicht langweilig werden. |
Genau das meine ich! Danke für diese differentierte Meinung. Sobald man den SInn der Kunst begreift, ist es nicht mehr langweilig. Sobald man mit sich selber anfängt zu kämpfen und es nicht einfach nur als Bewegunsablauf denn ich jetzt einfach 1000 mal wiederhole empfinde, dann ist es nicht mehr langweilig. Aber um so weit zu kommen, muss man viele lange STunden verbringen.
PS: Den Titel hab ich absichtlich ein bisschen provokant gewählt.