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Alt 27-03-2008, 13:57
Abelaze Abelaze ist offline
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Frischer gehts nicht:

PNP (Pfarrkirchen) vom Mittwoch, 26. März 2008
Ein Gefühl der Sicherheit

Registrierte Straftaten im Inspektionsbereich erneut gesunken - Polizei legt Kriminalstatistik 2007 vor

Pfarrkirchen. Im Dienststellenbereich der Pfarrkirchner Polizei lebt es sich sicher. Denn im Vergleich zum Vorjahr hat die Kriminalitätsrate weiter abgenommen und liegt somit deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Inspektionsleiter Elmar Buchbauer wertet dies als Erfolg der Präventionsarbeit.
Insgesamt registrierte die Dienststelle 1086 Straftaten, das sind 106 weniger als noch vor einem Jahr (-8,9 Prozent). Dies entspricht, bezogen auf die 38 000 Bürger im Bereich der neun betreuten Kommunen, 29 Straftaten pro 1000 Einwohner - bayernweit liegt dieser Wert bei 53.
Anlass zur Besorgnis geben allerdings die Zahlen zur Jugendkriminalität. Buchbauer spricht in diesem Zusammenhang von einem »Phänomen unserer Zeit«. Die Zahl der Tatverdächtigen Kinder unter 14 Jahren ist von 22 auf insgesamt 34 gestiegen, die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren von 76 auf 80. Dieser Anstieg lässt sich nach seiner Einschätzung nicht allein dadurch erklären, dass heutzutage selbst kleinere Raufereien zwischen Jugendlichen zur Anzeige gebracht werden.
Weniger
Diebstähle
»Verschiedene äußere Einflüsse sind dafür ausschlaggebend, dass Jugendliche gewaltbereiter werden«, sagt Buchbauer. Auch der Alkohol spiele dabei eine Rolle. Zusätzliche Kontrollen bedeuten aber nicht unbedingt eine Verbesserung: »Vieles spielt sich nämlich im privaten Bereich ab. « Bei auffälligen Jugendlichen müsse frühzeitig reagiert werden - bevor sie bei der Polizei aktenkundig seien. Der Inspektionschef setzt daher auf eine Vernetzung zwischen Elternhaus, Schule, Polizei und Jugendhilfe. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Präventionsarbeit von Seiten der Polizei. So sei man verstärkt zu Fuß oder mit dem Auto auf Streife, um soziale Brennpunkte gezielt anzusteuern.
Probleme bereitet den Beamten die zunehmende Brutalität, mit der Täter zugange sind. »Vor zehn Jahren war mit einer Rauferei Schluss, wenn der andere am Boden lag. Heute geht es oft noch weiter«, beklagt Buchbauer. Der Vereinsarbeit misst er einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Straftaten bei, weil Jugendliche dort »gut aufgehoben sind. «
Erfreulich aus Sicht der Polizei ist ein erneuter Rückgang der Diebstahlskriminalität, die mit 403 Fällen 37,1 Prozent der Gesamtstraftaten ausmacht. Für die Beamten ein Beweis für ihre gute Aufklärungsarbeit. Aber: »Die Bevölkerung ist zur Zusammenarbeit aufgerufen. Nicht wir in unserer Dienststelle, sondern die Nachbarn können es bemerken, wenn in ein Haus eingebrochen wird«, erklärt der Inspektionsleiter. Sein Appell: Augen aufmachen und sich lieber einmal zu oft bei der Polizei melden.
»Wir sind
keine Zauberer«
Eine rückläufige Tendenz im Vergleich zum Vorjahr gibt es in den Bereichen Vermögens- und Fälschungsdelikte (163), gefährliche und schwere Körperverletzung (27) sowie Rauschgiftkriminalität (59). Der positive Trend aus 2006 im Bereich der Straßenkriminalität hat sich allerdings nicht fortgesetzt. Die Statistik weist für das vergangene Jahr 206 Fälle auf. Das sind 42 mehr als 2006. Unter den Begriff Straßenkriminalität fallen Delikte wie Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl auf Straßen.
Als besondere Vorkommnisse des vergangenen Jahres nennt stellvertretender Inspektionsleiter Günther Baumgartner unter anderem den Vandalismus zweier Jugendlicher, die im Sommer vom Freibad aus eine Spur der Verwüstung durch die Stadt gezogen haben. Auf Grund von Zeugenaussagen konnten die beiden Täter schon am nächsten Morgen ermittelt werden. In dem Zusammenhang stellt Baumgartner klar: »Wir sind keine Zauberer, sondern sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. «
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