Hallo zusammen!
Ma Yuehliang und sein Sohn Ma Jiangbao kamen 1986 auf Einladung von Ge Xianzhong zu ihrem ersten Deutschlandbesuch nach Düsseldorf, um während ihres 3-monatigen Aufenthaltes dort bzw. von dort aus Seminare und Lehrgänge im Wu-Taijiquan zu geben.
Ich hatte durch meine damalige Verbindung zur Redaktion der Zeitschrift "Martial Arts" bzw. zum Veranstalter Ge Xianzhong die Gelegenheit, angelegentlich eines Interviews mit MYL, das die MA-Crew für die Ausgabe 8 machte, dabei zu sein und diesen mehr als außergewöhnlichen Taiji-Meister kennen zu lernen.
Dieser freundliche ältere Herr mit dem verschmitzten Lächeln demonstrierte neben den verschiedenen Wu-Formen auch mit Sohn Jiangbao bereitwilligst viele Push-Hands Varianten; über Ge Xianzhong, der auch als Dolmetscher fungierte, bat ich MYL sich doch auch einmal von mir "schubsen" zu lassen bzw. mich zu pushen.
Er ließ sich denn auch darauf ein und ich hatte im ersten Moment des Kontaktes das Gefühl, einen "Watte-Felsen" (@ Giles: Ich stimme Deinem Paradoxon voll zu!) berührt zu haben und schon "flog" ich - drei-, viermal hintereinander und ohne daß ich nur ein einziges Mal den Eindruck hatte, ihn "richtig" angefaßt zu haben. Meine Hände lagen zwar an, aber da war nichts und ich flog trotzdem.
Diese in einiger Ausführlichkeit erzählte Anekdote wird erst vollständig "rund", wenn ich ergänzend erkläre, daß ich zu keiner Zeit "respektvoll" mitspielte. Ich wollte den alten Mann einfach wegschubsen, zwar nicht volle Kanne, aber durchaus ernsthaft und wenn ich ihn erwischt hätte, wäre er auch weggedrückt worden.
Aber ich bin sicher, ich hätte es auch nicht mit "voller Kanne" geschafft.
Schöner Grüße,
john_doe |