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Alt 08-04-2008, 17:53
Benutzerbild von Akilah
Akilah Akilah ist offline
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Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 12.03.2008
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Ich habe deine Thematik nun ne Weile mitverfolgt, wollte aber nicht zu schnell urteilen.
Ich merke, dass du den allerwichtigsten schritt gemacht hast: Du hast einen Willen entwickelt, dich nicht mit einem sinnlosen Leben zufrieden zu geben. Das ist klasse!

Zwei zentrale Punkte sehe ich bei dir: Kontrollverlust und Frustration.
Das Gefühl, sich machtlos zu fühlen, Dinge entgleiten einem und schon ist es wieder passiert, man verletzt Menschen, die man liebt und braucht.
Und dann fängt man sich an zu hassen, sich zu fragen, warum man das tut, obwohl man es eigentlich besser weiß...

Du arbeitest ganz tapfer an einer der schwierigsten Aufgabe des Lebens:
Sich selbst zu lieben.

Du schreibst, dass du ein Kämpfer sein willst. Besser, schneller, höher weiter...
Du bist doch längst ein Kämpfer und befindest dich auf deinem Weg, dich selbst zu perfektionieren.
Ist dir bewusst, was du bisher großartiges geleistet hast? Du hast schon einen schweiß- und tränenreichen Weg gemeistert. Respekt! Andere Menschen haben mit ihren schlichten Gemütern nicht einen Bruchteil von dem geleistet, was du erfolgreich geschafft hast! Glücklich zu sein bedeutet auch, zu wissen, was verdammtes Unglück ist. Manchmal muss man ganz unten sein. Ohne schatten kein Licht...
Du bist wertvoll und in deiner Persönlichkeit einzigartig. Niemand sieht die Welt wie du und deshalb ist auch nur dein eigenes Urteil wichtig für dein Leben. Konkurrenz mit anderen hast du gar nicht nötig, weil dir niemand sagen kann, was für dich richtig/ falsch, gut oder schlecht ist.
Wenn du dir das verdeutlichst, bist du auf einem guten Weg zu deiner Mitte.

Es ist ganz schwierig, sich selbst zu verzeihen. Und ein schlechter Mensch bist du sicherlich nicht. Wer sagt, dass du schlecht bist? Wer beurteilt dich?

Du alleine bist dein Maßstab.

Frag dich, was du in dem Momant fühlst, wenn die Kontrolle Aggressionen weicht. Was ist da, wer oder was löst das aus. Und warum kann es dich beeinflussen? Was macht es so schwer, Disziplin zu halten?

Die Sache funktioniert einfach:
Um einen Weg gehen zu können, muss man ihn gehen wollen. Dazu braucht man Motivation und die hat man nur, wenn man auf Erfolge vertrauen kann.

Mach dir klar, dass du was bewegen kannst. Steck dir ganz kleine Ziele, die erreichbar sind. Nimm dich wahr, fühl dich, sei liebevoll zu dir- du musst dein ganzes Leben mit dir verbringen. Du bist der wichtigste Mensch der Welt und deine Bedürfnisse stehen ganz oben.

Es gibt einen netten Spruch von Voltaire:
Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein..

Fazit: Die Lösung deiner Probleme liegt in dir verborgen. Du kannst Symptome der Wut zwar mit Kampfsport lindern, die Ursache bekämpfst du damit nicht.
Trotzdem halte ich ein Ventil, wo der Hass raus kann, für sinnvoll.

Ich bin selbst lange Kind des Zorns gewesen ^^
Es hilft nichts. Man muss an den Abgrund seiner Seele, dort, wo man sich klein und unbedeutend fühlt, wo man der Loser ist, wo man ohnmächtig und hilflos ist. Dort, wo man sich hasst, wo man das Leben hasst. Man muss sich mit seiner Schwäche anfreunden, um daraus Stärke entwickeln zu können.

Es ist alles in dir. Kämpf weiter. Du bist auf der Gewinnerseite, denn du hast dich!
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Trainiere nicht heute, damit du morgen besser bist, trainiere heute, weil es dir heute Freude macht.
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