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Zitat von Janosh Hallo zusammen,
Aufgrund von 'next uri geller', bei dem einer der Mentalisten ein verstecktes Messer spüren konnte, ist mir eine Frage gekommen.
Denkt ihr, dass es bei den Budokünsten möglich ist, einen Angriff bzw. die Art des Angriffs eines Gegners vorauszuahnen und damit schneller reagieren zu können?
Im Hinterkopf denke ich an ein Randori mit mehreren Gegnern (wie ich schon in Aikido youtube-Videos gesehen hab), wo man wohl sehr schnell reagieren muss.
Grüsse,
Janosh |
immer wenn das bewusstsein erst zu realisieren hat,was geschieht und dann erst die entsprechende handlung einleitet, könnte es im ernstfall zu spät sein.
nur das problem ist,wer hat heutzutage noch einen richtigen ernstfall. natürlich sind auch heute auf der strasse die angriffe weniger geschult und daher langsamer und uneffektiver. daher kann man es sich leisten,auf diese art zu reagieren. aber konnte sich das ein samurai oder ein ninja damals leisten wenn er geschulte gegner vor sich hatte, die hinterhältig und gemein und auch noch extrem schnell angriffen?
sicherlich nicht.
daher sind die legenden um den siebten sinn der samurai oder auch der ninja entstanden. weil sie eben fahig waren vorher die reaction einzuleiten,bevor der angriff überhaupt stattfand. sie waren auch fähig mit verbundenen augen zu kämpfen, oder mit verbundenen augen ihr ziel zu treffen beim bogenschiessen z.b. das alles setzt jedoch ein wissen um ein system voraus,was diese dinge ermöglicht. und der mensch istfähig zu solchen dingen oder warum bekommt eine mutter mit,wenn ihr kind ein unfall hat und das obwohl das kind meilenweit entfernt von ihr ist.
die grundlage dafür bildete die sogenannte zen-lehre.
in der geht man davon aus,dass der mensch von der sogenannten mentalebene geschützt wird. diese leitet zum beispiel heilprozesse ein, lässt dich erschrecken, oder aber auch im traum aufwachen,wenn in diesem dein leben in gefahr ist. diese ebene ist keine physisch existierende, sie ist unabhängig von raum und zeit. daher wird jede information die dein leben bedrohen könnte, bereits vorher schon von ihr wahrgenommen. und jetzt kommt das hauptproblem. in unserer physischen existenz ernähren wir uns von den informationen,die uns aus dem physischen bereich geboten werden. sehen hören schmecken usw. erst wenn uns diese möglichkeiten nicht mehr zur verfügung stehen, nehmen wir die informationen der mentalebene wahr. deshalb die augenbinde beim bogenschiessen.
lernt man jedoch durch ständiges training diese mentalen informationen zu empfangen und deren einfluss zu steigern, übernehmen diese immer mehr die kontrolle über die physischen funktionen. wir nennen das dann reflex. eine kampfkunsttechnik als reflex. oftmals wundern wir uns wenn alte meister mit leichtigkeit ihre techniken präzise und vernichtend ausführen,obwohl sie physisch gar nicht mehr in der lage wären.
um den einfluss der mentalen informationen zu steigern haben die samurai daher ständig sich in aktiver meditation geübt- wie etwa in der malerei,der gartenkunst, der blumensteck-kunst,
übrigens beim sakki-test im ninjutsu werden bessere ergebnisse erzielt, wenn derjenige eine augenbinde auf hat und in erwartung eines tatsächlichen hiebes ist. und wenn auch nur leicht,aber mit augenbinde hat auch der schreck seine wirkung. so wie ich es bisher in videos gesehen habe,fehlt da der echte bedarf .hier in diesem beispiel ist es jedoch nicht ganz der fall wie oben beschrieben, jedoch eine einfachere vorangehende variante über die ausstrahlung der beiden aktiven. hier wird die information gefahr über die ausstrahlung desjenigen wahrgenommen,die sofort eine reaktion einleitet. das liegt an der kurzen entfernung.