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Alt 14-04-2008, 06:24
senz senz ist offline
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Kampfkunst: karate- do
 
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Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
Eine klare Abgrenzung ist für mich sehr schwierig. Ich denke dass in den meißten Fällen irgendwo eine Begriffs-Vermischung stattfindet. Als Beispiel das Ninjutsu Video. Du hast es als Kampfsport bezeichnet. Damit tue ich mir etwas schwer, denn es fehlt der sportliche Wettkampf im Nimnjutsu der in meinen Augen zum Begriff Kampfsport gehört.

Oder sagen wir mal sowas wie Krav Maga oder MCMAP (das SV System der Mariens). Ich denke Du würdest diese Systeme nicht als Kampfkunst klassifizieren. Aber Kampfsport ist das auch auf gar keinen Fall. Aber was ist es denn dann? Ich finde solche schwar-weiß Abgrenzungen Sport-Kunst sehr schwierig.



Das haben wir schon oft im Bezug Ju Jutsu - Jiu Jitsu diskutiert. Es gibt zwei gängige Umschriftsysteme und nach beiden muß es sprachwissenschaftlich korrekt -jutsu- heißen. Ich möchte aber dieses Diskussion hier nicht vertiefen; dafür gibts den Sprachthread und es wurde schon 1000x hier durchekaut.
hätte ja nicht gedacht, dass ich hier mal ne sachliche diskussion geboten kriegen würde.

sicherlich ist es heutzutage schwer,dass alles zu trennen. auch besteht das problem, dass selbst die, die behaupten kampfkunst zu betreiben, keinen blassen schimmer mehr haben,wovon sie reden. es ist einfach viel zu viel wissen verloren gegangen im laufe dieser entwicklung. wo werden heute noch realistische bruchtest mit einer exakt ausgeführten kampfkunsttechnik ausgeführt. wo lernen die schüler heute noch, gegen sich selbst zu kämpfen,den inneren schweinehund zu besiegen, ihre körperlichen und geistigen grenzen zu zerstören. wo lernen sie,sich nicht nur auf ihre physischen möglichkeiten zu verlassen. das training mit augenbinde, mit realistischen angriffen ohne wattebällchen paniksituationen hervorrufen.
das alles hat die samurai oder auch die ninja dazu befähigt, dinge zu vollbringen, die gewöhnliche menschen als wunder bezeichneten und legenden entstehen liessen. techniken wurden bis zum erbrechen geübt, in verzweiflung und erschöpfung-weil sie nur so in das unterbewusstsein gelangen können, und später als reflex hervorkommen- nicht weil ich den angriff ja kommen sehen hab.
diese dinge werden heutzutage auch von sogenannten kampfkünstlern verneint bzw. sogar verlacht. lies mal in den anderen threads, da bin ich schon der troll- und das obwohl nur das beschreibe, was sie vorgeben zu trainieren.

nehmen wir das beispiel mit dem ninja-video in dem anderen thread.
der lehrer erzählt den schülern, dass sie ihren eigenen stil finden müssen, daher ist das alles auch schön locker und nicht so dogmatisch. alles fein fürden heutigen zeitgeist. in der kampfkunst,auch im ninjutsu war es die aufgabe des lehrers dem schüler eine solide basis zu geben, techniken perfekt auzuführen mit hundertprozentiger wirkung und das auch in extremsituationen.
der schüler lernt so die funktionsweise des menschen kennen. und erst dann wird er seinen eigenen stil entwickeln auf dieser basis. damit werden verletzungsgefahren z.b. vermieden, eigene körperliche langzeitschäden.
wenn ich hier lese wieviel leute hier probleme mit den knien haben,mit der hüfte oder dem rücken. aber sie haben doch kampfkunst betrieben. früher sind die menschen mit ihren gebrechen zum kampfkunstmeister gegangen um sich heilen zu lassen- heutzutage schaden sich die sogenannten kampfkunstmeister selber. kommt da keinem die idee, dass da in der entwicklung was falsch läuft?

warst nicht du sogar derjenige,der meinte, dass es ja nicht so schlimm sei, wenn einflüsse aus anderen systemen in das ninjutsu eingehen, wenn es dadurch effektiver würde?
wie soll es denn noch effektiver werden als damals,als es berühmt und gefürchtet wurde. da waren die ninjas darauf angewiesen dass es funktioniert, weil ihr leben davon abhing und die standen keinen unausgebildeten strassenschlägern gegenüber.
also ist das doch schon völliger quatsch, man müsse es effektiver machen.
keiner heutzutage vollbringt diese leistungen mehr wie damals. wo ist es dann effektiver. effektiver ist es nur im marketing, sicher.

auch den sportlichen wettkampf würde ich deshalb nicht mehr als kriterium sehen, um zu unterscheiden.
sobald keine ernsthaften absichten mehr da sind, entsteht ein spiel. die notwendigkeit, eine technik richtig auszuführen wird weit herabgesenkt so dass die technik wirkung verliert. für diese entwicklung ist das karate das traurigste beispiel. auch wenn in einigen stilen keine wettkämpfe usgeführt werden ist da nichts ernsthaftes mehr dahinter.
der schüler lernt keine realen extremsituationen kennen,in denen die gefühle purzelbäume schlagen. er kennt keine angst mehr, keine panik, keine verzweiflung, keine wut. im gegenteil von vielen der sogenannten lehrer wird das sogar wegtrainiert. somit geht die seele in der kampfkunst verloren. das persönliche und man macht es nur noch. man lebt es nicht mehr.
auch ein beispiel die suche nach der perfektion, der stetigen weiternetwicklung, vervollkommnung. wer macht das heutzutage noch ausserhalb des dojos? auch das ein aspekt was eine kunst auszeichnet.

bei einem maler ist das einfach zu unterscheiden. ein maler der wände bemalt ist auch ein maler aber wir würden ihn nie als künstler bezeichnen, ein maler der gemälde malt, seine inspirationen dort einfliessen, so dass menschen berührt werden von seinen inspirationen,dem ausdruck seiner seele. dafür bezahlen die menschen teilweise sehr viel geld. warum?
Ein sänger, der es schafft gefühle auf der bühne zu erzeugen, berührt damit seine zuhörer und wird erfolg haben.
warum soll das in der kampfkunst anders sein? dazu haben wir doch diese begriffe.

zur sogenannten sv was auch immer sage ich jetzt nichts dazu, lies einfach meine ausführungen richtig, dann kennst du meine meinung dazu.

viele grüße
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