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Alt 14-04-2008, 08:12
senz senz ist offline
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Kampfkunst: karate- do
 
Registrierungsdatum: 08.04.2008
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Zitat von kennin Beitrag anzeigen
Stimmt nicht ganz. In traditionellen japanischen Stilen aus der Edo Jidai bildet das Schwert die Grundlage, bei älteren Stilen der Speer.
Erst ab der Meiji-Restauration verlegt sich der Hauptfokus von Schwert auf waffenloser Kampf.
Das heißt NICHT dass es keinen waffenlosen Kampf GAB... ganz gewiss nicht.
Nur war Waffenloser Kampf immer quasi "Schwertkampf ohne Schwert" oder "Speerkampf ohne Speer".
das kommt einfach daher, da man früher nicht so klassifiziert hat- als es noch darum ging,wirkungsvoll und effektiv zu arbeiten bzw. arbeiten zu müssen. da das leben davon abhing.

ich kann dir aber sagen, dass es von der grundlage der kampfkünste nicht in der reihenfolge gewesen sein kann.
denn die grundlage für die kampfkünste bildeten die sogenannten körperübungen, die aus religiösen gründen getätigt wurden. nähere erläuterung en auf anfrage. da war weder an kampf noch an waffe zu denken.
erst später entdeckte man, dass man durch diese körperübungen enorme vorteile gegenüber den üblichen bewegungsmustern hatte.
also kann gar nicht erst die waffe da gewesen sein.
auch die samurai haben das so übernommen, da sie zen-buddhismus praktiziert haben. der begründer des zen-buddhismus war derjenige,der diese übungen nach china gebracht hat und missioniert hat. die sogenannten chan-klöster sind daraus entstanden- auch als shaolin bekannt. die japaner haben alles so übernommen- das gesamte system, was sie lediglich ihrer mentalität etwas modifiziert haben.
ausder zen-logik heraus wäre das so auch gar nicht vertretbar- da es immernur um den menschen geht. er ist derjenige der die waffe führt, also sollte er zuerst lernen sich zu führen. klingt das logisch?

man braucht imgrunde genommen auch gar nicht darüber philosophieren was nun als erstes da war. tatsache ist dass eine ganz andere auffassung von kampf und kunst da war als jetzt.
da gab es keine einteilungen-ich mach jetzt nur noch das und nix anderes.
eine kampfkunst bildete immer nur die grundlage und inspiration um das system mensch zu begreifen. wenn es um das überleben geht, kann ich es mir nicht leisten,meine möglichkeiten nur in einem bestimmten rahmen zu finden. daher sollte mein repertoire an möglichkeiten unerschöpflich sein. das ist ebenfalls aus der zen phliosophie- in der es eben darum geht, diese geistigen und körperlichen grenzen zu zerstören und nicht mehr in zehntausend systemen zu denken,alles voneinander trennen zu wollen. es gibt nur ein system im kampf- das ist der mensch. Und wenn ich das system verstanden habe, stehen mir alle möglichkeiten offen. daher halte ich solche aussagen aus geschichtsbüchern was auch immer als sehr fraglich und unauthentisch.
da stehen sowieso in zehn büchern zwölf verschiedene antworten-also was ist nun richtig?
wenn du einen baum fällen willst,ist es doch besser die wurzel auszugraben anstatt jeden ast einzeln abzusägen oder?
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