Was für ein schönes Thema!
Bei uns (SKA, s.u.) muss man "irimi" (im sinne von antizipation) zum yodan test
beherrschen, ich weiss aber nicht ob von hinten oder den gegner sehend.
wir sind eigentlich nicht esoterisch drauf...
unser dojo oberlehrer ist yodan, er sagte er musste das 5 jahre trainieren.
es sieht gespenstisch aus, wenn er mit jemandem sparring macht, weil
es absolut nach simultanen bewegungen aussieht, unsere dan's behaupten
sogar er reagiert vor der deutlich sichtbaren aktion. dafür ist mein blick
noch viel zu langsam...
unser yodan erklärt's mit dem zen begriff "no-self". sein selbst ist komplett
ausgeschaltet, der körper weiss wie er bei sensorischem input sofort
wie er reagieren muss. die verlangsamende zwischenstufe "bewusstsein/nachdenken"
ist quasi ausgeschaltet.
und diese "intuition" beruht auf jahrelangem training. "repetition, repetition,
repetition" wie unser sensei sagt.
ich selbst (als wissenschaftsgläubiger westler) würde vermuten, dass
in der tat kleinste veränderungen des gegenübers wahrgenommen werden
(bewegung, atmung, blick, etc).
im fernen osten gibt es allerdings noch "shin" (mind) als zusätzlichen sinn,
wer weiss, was da nun dran ist. glaub ich eigentlich nicht dran, aber
manche sachen sehen so unglaublich aus...
sorry fü
rs denglisch, lerne hier in USA karate.