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Zitat von bluemonkey Eine Unmenge Leute glauben doch an alle möglichen Absonderlichkeiten. |
ich hab eine schwäche für absonderlichkeiten diverser art.
auf dem paranormalen markt gibts die leute, die behaupten, dass sie fähigkeiten haben, die auf knopfdruck unfehlbar und beliebig spektakulär funktionieren (die verdienen viel geld mit shows), aber vor allem leute, die von sich oder von bekannten sagen, dass sie gelegentliche erlebnisse haben, die nicht beliebig reproduzierbar sind. dazu gehört das banale blick-im-rücken-spüren.
die showkünstler halte ich ganz klar für trickkünstler und sie machen sich oft nichtmal die mühe, das ganze halbwegs überzeugend zu gestalten - ähnlich wie die lustigen chi-meister, die ein bissl finster schauen und plötzlich fallen reihenweise leute um oder hopsen oder wackeln oder sind überhaupt "gelähmt".
aber so alltägliche dinge wie blick-im-rücken-spüren oder klare ahnung, wenn einem meiner kinder was ungewöhnliches passiert ist, wenn wer nahestehender gestorben ist oder bevor sich jemand nach langen jahren wieder gemeldet hat (oder auch, wenn es wichtig ist, wen zum anrufen einladen, der nicht erreichbar ist), kenn ich ganz gut von mir selbst. davon kann ein guter teil auf unbewußte analyse aufgrund von vertrautheit zurückgeführt werden, aber ein teil nicht. das sind keine aufregenden sachen, ich könnte sie nicht absichtlich herbeiführen und ich möchte mich nicht darauf verlassen müssen, um gefahren zu erkennen, aber es ist zuviel, um zu behaupten, dass da gar nix ist. auf diesem bescheidenen level kennen das viele leute - die einen nehmens einfach zur kenntnis, die anderen bauschen es maximal auf und wieder andere sind so bessessen vom rationalisieren, dass das rationalisieren genauso abergläubische züge wie das aufbauschen kriegt.
in bezug auf das topic: ich kann mich erinnern, wie im ersten semester taiji mein lehrer, der gerade am offenen fenster stand und geistesabwesend nach draußen blickte, sich plötzlich umdrehte, um einen der schüler (mit recht ungläubiger stimme) zu fragen, ob er etwa gerade daran gedacht habe, ihn aus dem fenster zu stoßen. zu meiner verblüffung bestätigte der schüler voller eifrigem stolz, er habe austesten wollen, ob der lehrer die intention mitkriegen würde, und absichtlich aus der entfernung sich vorgestellt, wie er ihn mit voller wucht zum fenster hinausstoßen würde. es waren mehrere schüler/innen im raum, die sich bewegt und miteinander geplaudert haben; ich glaube kaum, dass da die intention des schülers (der sich zu seinem test auch nicht bewegt hatte) durch mikrobewegungen des fußbodens- oder der luft mitgeteilt werden konnte. der lehrer war damals recht perplex über den "angriff" und hat das erlebnis später als unangenehmes, direkt körperliches gefühl des gestoßenwerdens beschrieben.
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Zitat von trinculo sei froh, dass Du die Gedanken Deiner Mitmenschen nicht lesen kannst ... es würde das Leben in Gemeinschaft vermutlich ausschließen |
:-)
als kind hatte ich die unart, auf das zu antworten, was die leute meinten, statt darauf, was sie sagten. hat mir ziemlich viel ärger eingebracht. passiert mir heute nur noch, wenn ich stark übermüdet bin. und du hast recht, das ist ohne telepathie auch mit bloßer wahrnehmung und menschenkenntnis möglich.
ich muss immer sehr lachen, wenn leute behaupten, sie wären volltelepathen, und es sei so *schrecklich belastend*, ständig von diesen viiiielen emotionen und leidenschaften durchrüttelt zu werden, die die menschen so beschäftigen. meine zweite theorie zur abgewöhnung der telepathie ist nämlich, dass es zu tode langweilig und außer nervig nichts als extrem nervig wäre, den ganzen tag irgendwelchen läppischen kleinkram und seichtes kopfgeplapper der leute als sinnloses rauschen über sich ergehen lassen zu müssen. sowas muss man einfach ausfiltern.