Zitat:
heute gibt es viele in ihrem geschäft, aber die gracies habe den stein
ins rollen gebracht - das kann niemand leugnen!
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das bestreitet ja auch keiner. mir gehen nur der ganze hype und die fanboys auf den keks, die das gjj oder
bjj allgemein auf einmal in den götterstatus erheben, weil da ein paar brasilianer eben alle anderen kampfsportler platt gemacht haben.
ich hab respekt vor der leistung, aber man muss halt immer sehen, dass dahinter in erster linie wirtschaftliche interessen standen, die voll aufgegangen sind; so wie halt immer. die gracies hatten ein "unschlagbares" system und sie hatten sogar die siege, um es zu beweisen.
lustigerweise hatte aber jede epoche irgendwie ihre "unschlagbare" kampfkunst, wo sich am ende doch herausgestellt hat, dass die jungs doch nicht essig pissen oder zement kacken, wenn sie abends auf dem topf sitzen

: zu zeiten meines vaters war es judo, dann kam karate, irgendwann kickboxen, wenig später dann das allseits beliebte ingung und heute ist es eben
bjj bzw.
mma.
genau das ist es eigentlich, dass mir
bjj/
mma von den ganzen fanboys etwas zu sehr auf die ingung-"wir-sind-unschlagbar"-schiene geschoben wird. ich kann es nachvollziehen und es stört auch nicht weiter, es nervt mich halt immer nur wenn ich leute sehe, die sich praktisch im erfolg der entsprechenden sportler sonnen bzw. sich mit ihnen vergleichen. dann wird sich auch ganz dolle ne sprawl-hose und rashguards gekauft und schon ist man ein unschlagbarer top-
mma-kämpfer, ohne überhaupt zu wissen, was hinter diesen leistungen eigentlich für eine scheiß arbeit steckt.
das gleiche "problem" gibts aber überall, gerade aktuell bei mir im ju-jutsu, wo es mich einfach tierisch ankotzt, dass die leute zwar alle ihre farbigen gürtel machen wollen, aber keinen bock darauf haben, mal richtig zu trainieren bzw. wenn es mal etwas anstrengender oder technisch anspruchsvoller wird, jammern sie rum und machen lieber ihre "ich-greif-dich-in-zeitlupe-an-und-du-machst-ne-ganz-dolle-abwehr"-show weiter, obwohl sie weder richtig schlagen, treten, geschweige denn sich bewegen können. trotzdem bestehen genau diese leute ihre prüfungen (weil man das geld von ihnen dann doch gerne nimmt), die dann stolz wie oskar mit ihrem lolli-schwarzgurt durch die gegend rennen.
kurze rede, langer sinn: auch wenn man ne 150kg coach-potatoe ist, wird man sich immer an den top-kämpfern orientieren und die werden auch immer das "leitbild" einer kampfsportart darstellen. am ende bleibt alles, wie es war: es wird sehr wenige gute leute geben, und sehr sehr viele trittbrettfahrer, die sich im fahrwasser und im erfolg der champions sonnen. das war bei den ollen gladiatoren so, und das wird auch im
bjj/
mma so sein.
irgendwie hab ich auch das gefühl, dass gerade in deutschland
bjj/
mma noch etwas overhyped bzw. romantisch gesehen wird. in den usa oder brasilien ist das meiste in dieser richtung alles längst schon nur pures geschäft.