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das Ju-Jutsu des DJJV hat viel von seinem ursprungsgedanken realistische selbstverteidigung verloren.
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man sollte sich einfach klar darüber werden, dass das wort "selbstverteidigung" einfach ein teil des marketings des
jj ist; das ist ähnlich wie lebensmittel, die anpreisen, dass sie total "fettfrei" sein sollen. deswegen sind sie aber noch lange nicht gesund. es wird in erster linie eine message transportiert, mit der kunden erreicht und überzeugt werden wollen.
auch ist es immer eine frage, wo du trainierst bzw. wer deine kunden sind und wie sie drauf sind. unser verein ist z.b. in einem kaff, dementsprechend sind auch die mitglieder: kaum junge leute, bei uns alle über 40 mit vollzeitjob. solche leute haben abends nur seltenst lust auf hartes training, die wollen feierabendsport und das ist auch vom verein so abgesegnet und gewollt.
einmal hat mir eine gruppe von frauen die frage gestellt, wie sie ihre würfe verbessern können. ich habe ihnen den rat gegeben, vielleicht noch einmal die woche ins judotraining zu gehen, das bei uns ja auch angeboten wird. die antwort war, dass es ihnen zu anstrengend sei, weil man da soviel fallen muss

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verstehst du, was ich sagen will? es gibt leute, die wollen gar keine (richtige) selbstverteidigung lernen, sondern nur das gute gefühl haben, etwas für sich und von mir aus auch ihre sicherheit zu tun. und wenn 95% deiner schüler so drauf sind, dann bietest du eben auch genau so ein training an, weil sonst nämlich 95% deiner schüler wieder weg sind.
bei mir im fortgeschrittenentraining ist momentan gerade mal EIN 40ig-jähriger mann, der sich wirklich verbessern möchte und etwas lernen will. die anderen haben sich das zwar auch ein paar mal angeschaut, ihnen war dann aber der technik- und der konditionsteil einfach zu anstrengend. sie brauchen es nicht und tun es sich demnach auch nicht an. meiner meinung nach sogar irgendwo zu recht, denn ihre gürtelprüfungen bestehen sie doch auch mit ihrem jetzigen niveau, warum dann noch hart trainieren?
wenn selbst in danprüfungen ein großteil der leute durchgewunken wird, würde ich, wenn ich nicht wirklich kampfsportbegeistert wäre, mir auch nicht unbedingt zwei- oder dreimal in der woche den hintern aufreißen. das ziel der leute sind graduierungen, und das frei nach dem motto: "mit dem geringsten aufwand das bestmöglichste erreichen".