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Alt 23-04-2008, 13:33
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Razortide Razortide ist offline
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So, ich habe mich jetzt auch einmal durch diese Thread gewühlt.
Ich kann und will mir über das Geschehene und das allgemeine Umfeld kein Urteil erlauben, dafür waren die Informationen zu spärlich (EDIT: Naja jetzt doch ein bisschen, man sehe es mir nach).

Ich unterstelle natürlich, dass jedes Wort von dir (shenmen2) wahr ist und habe eigentlich auch keinen Grund das anzuzweifeln.

Ich kann aus Erfahrung sprechen, wenn ich sage, dass viele Klagen, die nur auf Aussage gegen Aussage beruhen gar nicht verhandelt werden und das die Klage im Vorfeld bereits fallen gelassen wird. D.h. in einem vollen Gerichtsverfahren sehe ich persönlich ohne handfeste Beweise gar keine Chance. Zu den alternativen Mitteln haben sich schon andere geäussert, dazu kann ich nichts sagen, da ich hier keine Erfahrungen habe.

Ich persönlich halte den Schritt zu einer Beratungsstelle zu gehen für sehr gut, ich hoffe, dass die Betreuerin ihren Job versteht (habe schon Leute aus Beratungsstellen kennengelernt die die letzten Bratpfannen waren).

Ich finde allerdings die Reaktion deines Umfeldes doch etwas befremdlich. In unserem System herrscht zwar anscheinend die Mode, dem Opfer in rechtlicher Hinsicht noch was reinzudrücken als Abschiedsgeschenk (Stichwort Notwehr), doch bin ich bislang davon ausgegangen, dass vernunftbegabte Menschen den Opfern auch das Mitgefühl und den Respekt entgegen zu bringen, den sie verdienen. Aber vielleicht geht nicht jeder an Sachverhalte so ran wie ich.
Ich möchte dich allerdings bitten, dich nicht schuldig zu fühlen. Das bist du nicht. Man kann keiner Frau, die einen Mann in seiner Wohnung besucht unterstellen, dass sie mit einem Übergriff hätte rechnen müssen.
Es stimmt schon, Männer (zumindest aus meinem Bekanntenkreis) sind auf "ihrem Territorium" etwas forscher, aber selbst dann bleibt ein "Nein" ein "Nein" das zu akzeptieren ist (ich unterstelle das das dem Übergriff, wie auch immer er geartet gewesen sein mag vorausging). Keine Frau muss damit rechnen, dass über einen hergefallen wird nur weil man "fremdes Gebiet" betritt.
Auch Anspielungen auf Klamotten, Auftreten und so weiter und die Ursachenforschung wieso man "solche Leute" anzieht ist daneben. Es spielt IMHO überhaupt keine Rolle. Man kann keine Grenzüberschreitung dadurch rechtfertigen, dass das Opfer eine andere (vermeintliche) Grenze niedergerissen hat.

Ich kann deine Situation nicht vollständig nachvollziehen, da ich noch nie in einer solchen Situation war (was bei einem Kerl auch deutlich seltener ausfällt, denke ich zumindest).

Ich wünsche dir aber für die Zukunft alles Gute, meine besten Wünsche und hoffe, dass du eine Lösung finden wirst mit der du glücklich wirst. Denk nicht an den Täter, den Vermittler, den Rest der Gruppe.
Dir ist etwas geschehen, dass dich runtergerissen hat, nicht denen. Du trägst keine Verantwortung an den Taten anderer Leute und musst dich dafür auch nicht verantworten (auch wenn das beliebte Fragen auch in Polizeirevieren sind. Auf solche Fragen einzugehen, heisst Verantwortung zu übernehmen und genau das ist nicht deine Aufgabe).

Alles Gute

Razortide / Marc
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Tarnen, täuschen und verpissen
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