Zitat:
Zitat von Alte Kampfkunst In welchem Szenarien würdet ihr Situationen sehen, für die sich der Einsatz von Wurfwaffen (Messern, Speeren, improvisierten) im Sinne der SV rechtvertigen lässt?
Gruß
Stefan |
Hallo Stefan,
ich sehe folgendes Szenario:
1) Ich werde mit einer potentiell tödlichen Waffe bedroht/angegriffen
2) Ich bin zu weit weg für eine 'hand-to-hand'-Technik, kann aber nicht einfach nur weglaufen
3) Das Messer ist zugriffsbereit
Also eigentlich die klassische 'Gambler'-Situation.
Für die, die es nicht kennen: Auf den Schaufelrad-Dampfern auf dem Mississippi wurde früher oft und heftig Glücksspiel betrieben und natürlich auch of viel Geld verloren/beschissen, so daß eine der Parteien vom Spieltisch aufsprang und eine (evtl. verdeckte) Schußwaffe zog. Viele Spieler trugen deshalb ein Bowiemesser oder einen 'Arkansas Toothpick' im Stiefelschaft und zogen/warfen diesen, während sie ihrerseits vom Tisch aufsprangen um abzuhauen oder selbst eine Schußwaffe zu ziehen.
Der Unterhand-Wurf ohne Rotation wird in den USA z.T. auch als 'Gambler's Throw' bezeichnet, und trifft auf kurze Distanz recht zuverlässig.
Wie oft man im 21. Jhd. in so eine Situation kommt, sei mal dahingestellt. Messerwerfen ist aber eine Fertigkeit, die das instinktive Zielerfassen und die Hand-Auge-Koordination enorm verbessert. Außerdem macht es einfach Spaß.
