Zitat:
Zitat von enno1887 @Luggage
Naja im Ernstfall hast dann aber immer einen der noch zutritt wenn du mit dem Gegner am Boden bist.
Und zumal ich bei nem Konzert bestimmt versuchen werde mgl nicht auf den Boden zu gehen (kaputte Flaschen usw) da dort das Eigenrisiko zu groß ist sich zu verletzen! |
Naja, die Standart-Argumente halt... Die sind zu gleichen Teilen angebracht und unsinnig: Es gibt
immer jemanden der zutritt? Paranoider Schwachsinn. Ebensowenig liegt
immer überall Glas auf dem Boden. Aber natürlich kann das alles passieren. Ich würde mich in einer
SV-Situation auch nicht freiwillig auf den Boden begeben oder durch Ringen an einen Gegner binden und so Fluchtmöglichkeiten und Überblick aufgeben. Allerdings hat ein Security-Mitarbeiter ein etwas anderes Anforderungsprofil. Er agiert meist in bekanntem Territorium, weiß auch in etwa, wo der Boden wie beschaffen ist. Er ist selten alleine und selten in der Unterzahl (kommt drauf an wo was abgeht, aber im Schnitt...), meist dürfte es reichen, wenn er einen Aggressor kurz fixieren kann, bis die Verstärkung zupacken kann. Hierfür sind
BJJ oder
LL nunmal erwiesener Maßen ideal. Zumal ein gut trainierter BJJka nichtmal zwingend auf den Boden muss, er shootet den Problemgast an, geht ihm in den Rücken und würgt ihn im Stand ab. Dirty Tricks, wie sie in den ganzen ultra krass ganz besonders hammer harten
SV-Systemen propagiert werden, weil jeder Kampf ja gleich einer gegen eine hundertfache Überzahl an Panzerfaustbewehrten Gegnern ist, sind ja explizit im Eingangspost
nicht angefragt worden.
Aber wie gesagt, von der Hand zu weisen ist eine gewisse Eigengefährdung beim reinen Grappling nicht. Hier muss man selbst entscheiden, wie das eigene Arbeitsumfeld so im Schnitt geartet ist. Ich würde vllt. eine Kombination für optimal halten: Solide Grappling-Basis für den Durchschnittsgebrauch aber auch Fähigkeiten in der Hinterhand für die besonderen Situationen, vllt. aus dem
JJ, oder auch
FMA usw.
Aikido würde ich auch eher nicht empfehlen, obwohl ich Türsteher kenne, die mit einem etwa 4-jährigen Aikido-Background erfolgreich arbeiten. Wenn's dir Spass macht... Handgreiflichkeiten mit
KK-Einsatz sollten bei Profis ohnehin nicht die Regel sein.