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Alt 30-04-2008, 22:26
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bluemonkey bluemonkey ist offline
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Standard

Oh mann,
mir schwirrt der Kopf

Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
gehen tut sicher vieles und es ist klar, dass du mit taiji deutlich mehr erfahrung hast als ich. vermutlich kennst du vieles, von dem ich noch keine ahnung habe.
Da würd ich jetzt nicht drauf wetten ich bin doch nur Zehntausend-Bücher-Li

Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
das direkte scannen im kontakt mit dem gegner (auf das ich mich bezog) bringt verdammt viel information, selbst einer anfängerin wie mir. und dinge wie steigphase-anhaften würde ich schon als hineinschicken einer kraft bezeichnen, es tut ja auch was mit dem gegenüber.
sicherlich, aber ich glaube eben nicht, dass das in diesem Zusammenhang gemeint ist:

"Der Gegner bewegt sich nicht-
Ich bewege mich nicht.
Der Gegner bewegt sich, ich bin schon da"


Das heißt ich tue nichts, das einzige was ich auf meinen Gegner richte ist meine offene Aufmerksamkeit.
Wenn der Gegner dann irgendetwas tut, verstehe ich besser, was daraus werden kann, oder nicht, weil ich aufgrund meines Formtrainings weiß, wie mein und damit auch sein Körper funktioniert. Das ist dann schon Mustererkennung, aber eben auf einer tieferen Ebene, an einem früheren Moment und natürlich auf einer vorbewußten Ebene.
Es passiert etwas und hinterher merkt man "ach, ich habe gerade das und das gemacht". Und auch die Emotionen kommen hinterher.
Das geht natürlich um so besser, je bewußter der Gegner arbeitet. Bei den Pushandsroutingen kann man beispielsweise sehr schnell merken, wenn jemand nur die Absicht hat, gleich die Hüfte zu drehen, da sich diese Absicht in einer minimalen Bewegung oder Spannungsänderung ausdrückt.

>Interessant sind in diesem Zusammenhang vielleicht die Libet-Experimente, die darauf hinweisen, dass das Aktionspotential für eine Aktion vor der bewußten Entscheidung existiert. Damit ist eine Bewegung im Ansatz schon irgendwo vor der Entscheidung zur Bewegung vorhanden. Allerdings ist in diese Versuche schon ziemlich viel hineininterpretiert worden und ich würde mich auf ähnlich dünnem Eis bewegen, wie die Quantentelepathen<




Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
auf distanz bin ich vorläufig auf visuelle bewegungserfassung und allgemeine situations- und personeneindrücke angewiesen, um einzuschätzen, was gerade auf mich an energien und intentionen zukommen.
etwas anderes habe ich auch nicht gemeint


Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
mag sein, dass ich irgendwann auch dinge wie wärmeentwicklung beim gegner auf anderthalb meter entfernung bemerke, an irgendeiner körperstelle, wo sich gerade seine angriffe zusammenbrauen. oder dass ich reine intention auf noch größere entfernung registriere, in welcher form auch immer. davon weiss ich heute nichts. mag auch sein, dass ich mehr bemerke, als ich benennen kann und noch lernen muss, es auszudifferenzieren und zuzuordnen.

ich freu mich aber, wenn du mir ein bissl mehr darüber erzählst.
muss ich Dich leider enttäuschen, nichts was ich bisher erlebt habe geht über das auf gewöhnliche Wahrnehmung erklärbare hinaus (hab mich jetzt allerdings noch nicht so lange in Asien aufgehalten wie Sensei Senz und spiele lieber im Vorgarten.

Was ich schon gefühlt habe, war beim einhändigen Pushhands mit Fortgeschrittenen ein verstärktes Energiegefühl in der Kontaktfläche wenn der Partner (mit extrem leichten Kontakt) schob.
Ich bin aber grundsätzlich aufgeschlossen und mache gerade ein Qigong-Ausbildung, in der ich schon unangenehm als Ketzer aufgefallen bin.
Wenn ich Auren sehe, oder Wasseradern spüre, werde ich Dir gerne davon berichten. (Das war jetzt kein Scherz, ich hab's irgendwie im Urin, dass in der Energiegeschichte noch was passiert)



Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
ob man jetzt energie oder kraft sagt: es ist gekennzeichnet dadurch, dass es eine wirkung hat. das kann man als anfänger mit den händen spüren und wohl als fortgeschrittener auch auf distanz.
was man mit den händen spürt, ist relativ leicht zu entziffern, während distanzsignale, um nutzbringend gedeutet zu werden, wesentlich komplexer sein müssen. und da stolpern wir gleich mal über die schwierigkeit, dass menschen nicht bezeichenbare wahrnehmungsmuster gerne in vertraute sinneswahrnehmungen "übersetzen". wenn jemand sagt, er sieht um einen zornigen menschen eine flammend rote aura, ist das vielleicht seine übersetzung der vielen micro-wahrnehmungen der zornenergie bei diesem menschen. aber vielleicht ist da wirklich eine rote aura, die ich und du nicht sehen können. man weiß es nicht. ebenso: wenn jemand sagt und empfindet, er sieht die wärme in der schulter des gegners, bevor dieser zum schlag ansetzt: vielleicht sieht er wirklich wärme, vielleicht sieht er aber dasselbe wie ich: eine diskrete muskelspannung, ein minimales aufstützen auf einem bein, eine winzige änderung des blicks. warum sollte jemand nicht - aufgrund von hohem können - seine mikrowahrnehmungen in energievektoren des gegners übersetzen können und dann auch folgerichtig den gegner als energiemuster "sehen". es ist ja optimal nutzbar.
Da bin ich ganz bei Dir. So erkläre ich mir auch die Lichtblitze, von denen Ueshiba berichtete, dass sie im die Angriffe Gegners gezeigt haben.
Oder er konnte tatsächlich die Energie wahrnehmen
Wahrscheinlich war er nicht nur ein begnadeter Kampfkünstler, sondern auch
ziemlich durchgeknallt




Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
jetzt fällt mir erst auf, dass du das wohl fettgeschrieben hast, weil es dir wichtig ist.
nö, ich hab gedacht, das sieht irgendwie schöner aus

Geändert von bluemonkey (30-04-2008 um 22:28 Uhr).
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