Mit ihren Opfern kannten sie selber wenig Gnade. Und ausgerechnet diese vier jungen Männer, die zusammen laut Polizei über 100 Straftaten begingen, beklagen sich jetzt über einen brutalen Polizei-Einsatz.
In Vingst, Kalk und Ostheim sind sie bekannt. Anders gesagt: Dort sind sie gefürchtet: Samenja F. (18), Erkan P. (18), Marco Z. (19) und Salvatore P. (24). Letztgenannter hat den Arm dick bandagiert. Darunter ist der Arm grün und blau, fünf Löcher von den Zähnen der Polizeihündin Marie sind sichtbar.
„Ich habe Strafanzeige durch meinen Anwalt gegen die Beamten erstattet. Sie hätten den Hund nicht einsetzen dürfen“, klagt der 24-Jährige, dessen Akte bei der Polizei ziemlich dick ist – gefährliche Körperverletzung, Raub, Diebstahl, Verstoß gegen das Waffengesetz. In 56 Fällen wurde gegen ihn ermittelt. Seine Kumpels sind von ähnlichem Kaliber, wie sie gegenüber dem EXPRESS einräumten.
Aber diesmal sehen sie sich in der Rolle der Opfer statt der Täter. „Wir waren nachts auf der Kalk-Mülheimer Straße unterwegs, als plötzlich zwei Autos neben uns stoppten. Männer sprangen heraus, dann ließen sie zwei unangeleinte Hunde aus dem Kofferraum. Der eine rannte mir hinterher und biss mir in den Arm“, erinnert sich Salvatore P. Und: „Der Hund ließ nicht mehr ab von meinem Arm. Sein Kiefer musste aufgehebelt werden.“
Trotz 100 Straftaten - Sie jammern über die böse Polizei - EXPRESS online - Köln
Serienverbrecher zeigen die Polizei an.
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