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Alt 03-05-2008, 07:23
senz senz ist offline
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Kampfkunst: karate- do
 
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Zitat von martin.d Beitrag anzeigen

Zum Thema Kraftraum: Ich denke es kommt ganz darauf an, von welchem Ausgangsniveau wir sprechen. Gehen wir von einem Anfänger aus, bei dem die Techniken noch nicht besonders gut sitzen und viele technische Fehler vorhanden sind, wäre Kraftraum wohl eher kontraproduktiv.
Haben wir allerdings bereits einen erfahrenen Athleten, der schon lange Zeit seinen Sport betreibt, ist eine Verbesserung der Schnelligkeit durch das Ausfeilen der Technik nur noch schwer möglich, da diese bereits auf einem sehr hohen Niveau ist.
Sich dann von den noch stark technikbezogenen, frequenzschnellen Übungen zu lösen, halte ich durchaus für angebracht, da durch die "neuen", ungewohnten Trainingsreize und -methoden bessere Ergebnisse erreicht werden. Natürlich muss dies stehts in Kombination mit dem eigentlichen Training geschehen.
Auch habe ich nicht von Muskelhypertrophie, sondern durch Verbesserung der intra- und intermuskulären Koordination gesprochen.
Ich halte eine Kombination aus den verschiedenen Trainingsmethoden für am effektivsten.

Das Problem mit der Definition Hemmung / Angst beim Angreifen liegt wohl auch darin, dass wenn ich meinen Partner im Training angreife, ich dann später auch mit seinen Angriffen rechnen muss.
Er ist also keine Übungspuppe, auf die ich hemmungslos einschlagen kann, sondern ein Mensch der genauso hart zurückschlagen wird.

Ich sprach auch nicht unbedingt von Angst in Extremsituation, sondern von einer durch das oftmalige Training dieser aufkommenden "Sicherheit", welche einen die Situationen nicht mehr als ganz so gefährlich wahrnehmen lassen kann und einen zu Fehlern verleiten kann.
Wenn ich beispielsweise sehr oft irgendwelche Übungen zur Abwehr von Messerangriffen o.ä. übe, werde ich in einer solchen Situation vielleicht eher mich dem Angreifer stellen, als wie ich "normalerweise" (ohne Training) weggereannt wäre.
Aber eben nicht nur das Vermeiden von solchen Situationen sondern auch Fehler innerhalb des Kampfes, da ich die Gefahr nicht mehr als ganz so gefährliche wahrnehme.
die schnelligkeit der techniken sollte bei einem erfahrenem schüler aus der entspannung kommen. das ist eigentlich die aufgabe, woran der erfahrene schüler arbeiten sollte- den wechsel zwischen entspannung und extremer spannung. ich spreche natürlich immer aus der perspektive karate bzw. auch kungfu was auch immer. also die traditionellen. da geht es nicht um die schnelligkeit eines einzelnen armes. die techniken sind mit geschwindigkeitsfaktoren aufgebaut, die eine größtmögliche beschleunigung ermöglichen. im karate schlägt zum beispiel nicht nur der arm,sondern die gesamte bewegungsenergie des körpers wird genutzt. die dann in der trefferfläche mündet. deiner physischen schnelligkeit sind sowieso grenzen gesetzt. wenn du die verbesserung der inter, intra....koordination erreichen willst, hast du doch die technik, bei der du das bestens trainieren kannst. zur not kannste die techniken auch mal mit nem ziegelstein in der hand machen oder was auch immer. auch die unterschiedlichsten arten von liegestützen sind zu empfehlen. mal die hände in höhe der hüfte, wo der stoss herkommt. da kannste die fäuste zum beispiel so eindrehen, wie du sie beim stoss normal an der hüfte hältst. also die faustinnenseite zeigt nach vorn.
in höhe der schultern. du kannst aus dem liegestütz springen und wieder landen. es gibt soviele möglichkeiten, deinen körper kennenzulernen wie er als ganzes funktioniert. du solltest deinen körper als ganzes verstehen und nutzen lernen, nicht nur einzelne muskelpartien. das ist nicht im sinne der kampfkunst.
dein körper bietet dir die besten möglichkeiten zu trainieren.
du hast dich doch fürs dojo entschieden ,also trainiere da und nicht im kraftraum. die schnelligkeit der kampfkünste ensteht aus der harmonie der bewegung, der harmonie des ganzes systems mensch. nicht aus der nutzung dieses und jenes muskels.

hemmung: warum möchtest du denn nicht von deinem partner trainiert werden. bzw. warum enthältst du deinem partner aus angst vor seinen
späteren angriffen das training.
ich kenn diese einstellung, sie ist sehr weit verbreitet. aber wozu gehst du dann ins dojo, wenn du nicht lernen willst. es geht doch nicht darum theoretisch sich wehren zu können,wenn der angriff mit so und soviel kraft und geschwindigkeit kommt. sobald der angriff jedoch dieses übersteigt ist aus.
auf der strasse hast du angst ganz bestimmt. die meisten reagieren dann mit lähmung.die angst hat sie gelähmt. daher solltest du im training schon diesen zustand kennenlernen und lernen unter diesen umständen zu reagieren. und dein trainingspartner hat das selbe recht darauf. also nix mit wenn ich dir nix tue, darfst du mir auch nix tun.

dei gefahr wird immer da sein ,sobald ein messer aufblitzt. das ist ganz normal. wenn man nicht zu dumm ist und sich einblidet man wäre unsterblich, ist sie da. sie kann dich aber lähmen oder dir mehr energie, mehr aufmerksamkeit und reaktionschnelligkeit bringen. nur das musst du dir antrainieren und vor allem die richtigen reaktionen. dafür lernst du kampfkunst.
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