Zitat:
Zitat von Mathieu Wissen zurückhalten muss aus meiner Sicht nur jemand, der ein Limit hat. Ich gebe alles weiter, was ich weiß. Wenn mich dann jemand überholen sollte, dann empfehle ich ihn an meinen Lehrer. Und den einzuholen dürfte sehr schwer sein. Was ich allerdings erwarte, ist, dass auch ein solcher Schüler mich respektiert, weil ich ihm den Weg eröffnet und geebnet habe. Hier erwarte ich in besonderem Maße Solidariät und Loyalität. Damit meine ich zum Beispiel Mithilfe in unserem Lehrbetrieb.
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In meinem Unterricht gebe ich weiter, was ich weiß. Es sind allerdings eher wenige, die das alles aufnehmen können oder wollen. Wenn jemand wirklich will, fördere ich ihn/sie nach bestem Wissen und Können. |
Den ersten Teil finde ich wirklich gut! Es gibt nicht viele Leute, die zugeben können/wollen, dass der eigene Schüler einen "besseren" Lehrer als einen selbst braucht, um weiter wachsen zu können.
Oft ist das angebliche Vorenthalten von Wissen(a la: "Du bist dafür noch nicht bereit") nur ein Verstecken des eigenen Unwissens.
Der zweite Teil ist genau das, was ich auch bei meinem Lehrer erfahre.
Ich finde, das ist genau die richtige Herangehensweise. Auf diese Art können Schüler, die schneller verstehen mit denen, die etwas länger brauchen im gleichen Kurs zusammen unterrichtet werden und alle haben etwas davon.
Es ist meines Erachtens nach nicht nötig, "Geheimnisse"(besser vielleicht: Wissen) vorzuenthalten, da nur der, etwas mit dem fortgeschrittenen Wissen anfangen kann, der soweit ist.
Man braucht also keine Angst haben, dass einer in drei Stunden alle "Geheimnisse" "klaut" und dann nie wieder kommt.
Diese ganze Geheimnisskrämerei ist IMHO vollkommener Schwachsinn, da -wie schon gesagt- jeder nur das Wissen aufnehmen kann, was er auch versteht. Ein Anfänger wird bei ganz anderen Sachen hellhörig bzw. kann diese umsetzen, als ein Fortgeschrittener.