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Alt 05-05-2008, 23:00
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tsange tsange ist offline
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Zitat von Mathieu Beitrag anzeigen
Mein Risiko ist, dass ich ehrlich unterrichte und Herzblut hineinstecke und dass sich Schüler immer wieder charakterlich gesehen als nicht geeignet erweisen können.
also das risiko, eine "schlange an seinen busen genährt zu haben", und daher die (für mich erstmal sehr seltsam anmutende) analogie zur ehe. es geht demnach um die gefahr, enttäuscht und verletzt - gar benützt und weggeworfen - zu werden.

vom unterrichten versteh ich nichts, aber was das geben und nehmen allgemein betrifft: gibt man nicht im grunde deshalb, weil man das selbst möchte und braucht? würde man es wirklich tun, wenn es vorrangig um eine belohnung ginge, die man sich von außen zurückerwartet?
meine großmutter hatte einen spruch "wenn dir jemand was schenkt, das du brauchen kannst: greif zu. entweder kams von herzen, dann machst du demjenigen eine freude. oder es war berechnend, dann geschieht ihm recht". so brutal hab ich das natürlich nicht befolgt, aber ich hab mir das andersrum gemerkt: wenn ich was schenke, ist es geschenkt, und kein kuhhandel. wenn ich was dafür kriegen will, meld ich das gleich an und bestehe darauf. dann gibt es keine enttäuschungen und keine unklarheiten. es erspart auch verwechslungen zwischen herzblut und verletzem stolz. und wenn jemand tatsächlich mal glaubt, mich "ausgenutzt" zu haben und meint, mich dafür auslachen zu können, halte ich das für sein problem.

als schüler, wenn man nicht ganz blöd ist, weiß man, dass man nur für die teilnahmezeit bezahlt und dass _guter_ unterricht immer ein sehr wertvolles geschenk ist und nur als freiwilliges geschenk funktioniert. aber ich denke, das muss auch für den lehrer bereichernd sein, ganz im gegensatz zu dienst nach vorschrift. oder?
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