Zitat:
Zitat von bluemonkey Es gibt in vielen Bereichen Leute, die sich neben ihrer normalen Erwerbstätigkeit ehrenamtlich oder gegen Aufwandsenschädigung betätigen.
In klassischen Sportvereinen ist das normal und vieles würde ohne solches Engagement gar nicht funktionieren. |
das (das nichtfunktionieren) widerspricht deiner vorigen anmerkung, dass die meisten leute nur zu schätzen wüssten, was sie mit viel geld erwerben müssen. da müsste ein verein umso besser funktionieren, je mehr für die unterrichtleistungen verlangt wird.
wenn die geben-nehmen-bilanz nicht stimmt, steuert man ziemlich direkt auf burnout und ähnliche katastrophen zu. ohne entsprechenden gewinn tut man nichts, oder man geht dabei so kaputt, dass man dann eben nichts mehr tun kann.
der gewinn kann die befriedigung sein, etwas wichtiges und wertvolles zu tun. und dieser gewinn kann einem soviel bedeuten, dass man eigenes geld und viel energie hineinsteckt. aber wenn diese befriedigung nicht reicht, um die (materiellen, zeitlichen und emotionellen) kosten zu decken, wird man zwingend entweder beim geben zurückstecken, oder mehr gewinn (z.b. in form von macht, deutlicher anerkennung, dankbarkeit oder zuneigung) einfordern müssen.
es ist sicher richtig, dass viele leute nur schätzen, was teures geld kostet. aber in vielen fällen dürfte das problem des nichtschätzens auch daran liegen, dass das fehlen von anerkennung bloß mehr auffällt, wenn man aufgrund einer gratisleistung mehr auf anerkennung als gegenleistung angewiesen ist, damit die eigene bilanz noch stimmt.
letztlich ist nur das ein gutes geschäft, was für alle beteiligten ein gutes geschäft ist, egal welche werte da gehandelt werden.