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Alt 06-05-2008, 09:22
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laoshu laoshu ist offline
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Standard win-win-prinzip

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Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Ein ehrenamtlicher Kassenwart wird im Verein seine Leistung immer an den Mann (die Frau) bringen, das will sonst keiner machen, muss aber gemacht werden, damit der Verein funktioniert (oder meinetwegen Putzdienst in der WG).
Kleine Anmerkung hierzu: Es kommt nicht selten vor, dass diese freiwilligen, anerkennenswerten Leistungen quasi als selbstverständlich angenommen werden und, was ich selbst schon öfter erlebt habe, dann noch von den "Nichtstuern" hart kritisiert werden.

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Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Andererseits kann es dem Lehrer, wenn er mit 80 Euro kostendeckend (sowohl materiell als auch ideell) arbeitet, hat er das Geld erhalten egal sein, ob die Leute auch tatsächlich kommen.
Wenn es einem Lehrer egal ist, ob jemand kommt oder nicht, dann ist er kein Lehrer sondern ein reiner Abzocker. Ich kenne keinen Lehrer, dem es egal ist, ob Schüler seinen Unterricht besuchen oder nicht. Sicher mögen einige diese Auffassung nach außen hin vertreten, aber das ist meiner Ansicht nach reiner Selbstschutz. Nach dem Motto: Die Schüler erkennen meinen wahren Wert nicht, sie sind zu dumm, Hauptsache die Kohle stimmt. Jeder Mensch braucht Anerkennung für seine Arbeit, in welcher Form auch immer. Neben Geld kann das sehr wohl Freude am Unterrichten, persönliche Weiterentwicklung in der Unterrichtssituation etc. sein.
Was würden wir als Schüler empfinden, wenn unser Lehrer uns kalt lächelnd mitteilt, wir wären ihm egal und er vermittele uns sein Wissen nur, damit die Kohle stimmt.

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Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Daher ist es wichtig, wenn auch teilweise verpönt, darauf (und gerade im Privatleben und persönlichen Beziehungen!) zu achten ob dieser Ausgleich geleistet wird.
win-win-Prinzip, nicht wahr? Eine Soll-Haben oder Kosten-Nutzen-Liste zu führen und mit Häkchen zu versehen, ist heute leider sowohl im Geschäfts- alsauch Privatleben weit verbreitet. Lohnt es sich hier zu investieren (Geld, Gefühle)? Was habe ich davon? Eine derartige Herangehensweise mag zwar im big business funktionieren, privat geht diese Rechnung in den seltensten Fällen wirklich auf.
Sowohl im geschäftlichen wie im privaten Bereich ist vorinvestiertes, nicht rückversichertes Vertrauen der Anfang von allem (wie eine Bank, die ihre Anleger reihenweise enttäuschte, einmal so leichtfertig textete) und enttäuscht zu werden das Risiko, das man für eine Beziehung eingehen muss.
Wenn ich Angst habe, dass meine Schüler, mein Mann, meine Kinder, meine Investitionen (Wissen, Zeit, Gefühle, Verzicht, Liebe) nicht dankbar anerkennen bwz. mich enttäuschen, dann darf ich nicht Lehrer, Partnerin, Mutter werden. Das Risiko, dass das win-win-prinzip nicht aufgeht, ist dem Leben immanent.
Und zum Schluss: Respekt ist ein schönes Wort. Ein Lehrer, der seine Schüler nicht respektiert (hier geht der Lehrer übrigens das Respekt-Vorschuß-Risiko ein), muss sich nicht wundern, wenn diese ihn nicht respektieren.
Grüße,
laoshu
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Wenn die Klügeren immer nachgeben, haben die Dummen die Macht.
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