"Ein paar Tage rumgeschlichen" sind da (und in den meisten anderen Behörden) schon viele. Das ist ja die Crux an dieser Sache... Leute werden eingeladen (oder fragen tw. sogar von sich aus "Darf ich bittebitte ein Seminar für euch machen?"), halten einen Tageslehrgang ab, bekommen den fälligen Dankesbrief und nutzen das Ding dann als Werbemaßnahme.
Aus Marketingsicht ist das verständlich, aber es sorgt bei mir trotzdem für einen etwas unschönen Beigeschmack. Denn im Grunde kann eine Aussage á la "Ich habe die Einheit XYZ ausgebildet" im Grunde nur jemand treffen, der über einen längeren Zeitraum in verantwortlicher Position eine größere Anzahl Einsatzkräfte ausgebildet und damit das Trainingskonzept dieser Dienststelle nachhaltig mitbeeinflußt hat.
Und unter denjenigen Ausbildern, die mit derartigen Ansprüchen werben, dürften sich nur relativ wenige befinden, die das o.g. Kriterium wirklich erfüllen. Von den "bekannten" Namen der Kampfsportszene fallen mir hier in Deutschland im Moment ehrlich gesagt nur zwei ein, die womöglich in diese Kategorie passen würden, und zwar Salih Avci in Nordrhein-Westfalen und Dieter Roser in Baden-Württemberg. (Klar, mein Kenntnisstand ist natürlich nicht abschließend).
Jim Wagner gehört zumindest in Bezug auf die damalige Grenzschutzschule nicht dazu. Ich habe an dieser altehrwürdigen Lehranstalt nämlich selber mal die Schulbank gedrückt, und für uns gabs herkömmliches Polizei-
JJ. Gutes Training von guten Instruktoren, aber inhaltlich nichts, was sich von deutschen Polizeistandards entfernt hätte.