Zitat:
Naja, manchmal kann einen die Vereinigungsmenge weiterbringen als die Schnittmenge.
Wenn es am Anfang Prinzip A, B, C, D gab und in
Stil I Prinzip A und B verloren gingen -> C und D erhalten
in Stil II Prinzip A und C verloren gingen -> B und D erhalten
und in Stil III Prinzip B und C verloren gingen -> A und D erhalten
dann würde für die Schnittmengen-Essenz nur Prinzip D übrigbleiben, obwohl in der Vereinigungsmenge noch alle Prinzipien vorhanden wären.
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In der Kampfkunst ist es aber meistens so, dass im Stil I Prinzipien A und B auf eine ganz bestimmte Stil-eigene Art zusammenarbeiten, während in Stil II z.B. Prinzip B und C auf eine ganz bestimmte andere Art zusammenarbeiten, so eine eine Vermischung der Prinzipien A, B und C das stiltypische Zusammenspiel von A und B bzw. B und C stört oder zumindest entscheidend verändert, und daher das Spiel von Schnittmengen und Vereinigungsmengen nie optimal gelöst werden kann.
Abgesehen von dem Problem, dass es ja schon mehr Prinzipien als Buchstaben gibt, die alle sehr zeitaufwendig zu lernen sind, wenn man sie wirklich verstehen und verinnerlichen will, und eine Ansammlung von sehr vielen Prinzipien schnell dazu führt, dass ein Stil eine Ansammlung von oberflächlichen Fähigkeiten wird, bei den meisten Praktikern.
Hier ist es dann nötig, dass sich die Praktiker erst einmal auf die wichtigsten Prinzipien konzentrieren.
Außerdem beinhalten die meisten Stile sowieso Ansatzpunkte, zusätzliche Prinzipien aufzunehmen, aber erst, wenn man die Stil-typischen Prinzipien wirklich verstanden hat. Dann kann jeder Stil eine eigenständige Vereinigungsmenge mit Ideen aus anderen Stilen hervorbringen.