Zitat:
Zitat von GuanYu Häufig werden die Chen-Formen tatsächlich als eine Aneinanderreihung von Chansigong mit minimaler Variation geübt und gezeigt. Zum einen steht sicherlich die - berechtigte - Idee dahinter, mehr Systematik in die Übung zu bringen, indem man grundlegende, immer wiederkehrende Elemente herausfiltert und verstärkt übt. |
Bei den Chansingong-Übungen handelt es sich allerdings nicht einfach nur um Übungen zum Erlernen von Bewegungselementen der Form, sondern vielmehr um Übungen für die Essenz des Chenstil, die innere Energiearbeit.
Diese innere Energiearbeit gibt es schon länger und wurde von Chen Xin (1849-1929) in dem Buch Taijiquan Tushou beschrieben.
Heben und Senken und Öffnen und Schließen sind selbstverständlich auch in den Seidenübungen enthalten.
Im Yangstil (Hongkonger Linie) ist mir eine derartig detaillierte Energiearbeit nicht begegnet.
Dort wird zwar auch teilweise Yin und Yang gesungen, aber die Phasen erstrecken sich über mehrere Energiekreisläufe und es wird auch nicht zwischen den zwei räumlichen Ebenen der Kreisläufe unterschieden.
Versteht man diese Energiearbeit und ihre Regeln anhand der Seidenübungen, kann man sie auf die komplizierteren Bewegungen der Form oder auch außerhalb der Form übertragen.
Im neuen Rahmen wurden von Chen Fake neben einigen neuen Bewegunen vor allem weitere Energiekreisläufe eingefügt, was die Form innerlich detaillierter, damit anspruchsvoller aber auch attraktiver macht.
Natürlich führen viele Wege nach
Rom
