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Alt 08-05-2008, 17:56
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Klaus Klaus ist offline
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Kendo ist gerade mal ca. 150 Jahre alt und ein Sport. In China und Japan wurde zigtausend Jahre ununterbrochen Krieg geführt, und da sollen die ausgerechnet von Korea was "gestohlen" haben ? In Korea gab es allerdings eine hochentwickelte Kultur parallel zu den chinesischen Reichen, die auch militärisch ein bischen zu bieten hatte. Angesichts dieser militärischen Tradition, der räumlichen Nähe zu China, und dem ständigen Austausch durch Flüchtlinge aus den chinesischen Reichen ist anzunehmen dass es in Korea hochentwickelte Militärtechniken gegeben hat, die ziemlich viel mit den chinesischen gemeinsam hatten bzw. schlicht eine Zusammenstellung der jeweils verbreiteten Manöver gewesen ist. Allerdings wurden die meisten Kriege in Asien traditionell meist einfach vom grösseren Heer gewonnen, da spielte individuelle Fähigkeit nicht die grosse Rolle. Es mag eine Kaste gegeben haben die aus gut trainierten Soldaten bestand, aber deren Ausbildung ist angesichts des immensen Fundus in der chinesischen Geschichte auch nur ein Ausschnitt und wird nichts aussergewöhnliches enthalten haben das es nicht woanders ähnlich gab. Mit Sicherheit haben "die Japaner" nicht isoliert einen "Stil" aus Korea gestohlen und das als Kendo 2000 Jahre in die Neuzeit gebracht. Jemand der gut in seinem Tun ist, hat es nicht nötig zu reklamieren dass die halbe Welt diese Techniken "gestohlen" habe und als ihr Kendo ausgeben. Ich habe furchtbare japanische Schwertschulen gesehen, und richtig gute, die hatten nichts miteinander zu tun. Was ich mir gerade von Haidong Gumdo angesehen habe ist nichts spezielles und sieht genauso aus wie das was man erwartet, weil man soviele verschiedene Sachen mit einem Schwert halt nicht machen kann. Mal abgesehen davon gab es diese Art Säbel vor 2000 Jahren nicht. Vielleicht einfach mal die Geschichten darüber wo das herkommt weglassen und sich einfach nur daran erfreuen was man macht.
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