Zitat:
Zitat von Mathieu P.S.: Ich könnte hier noch viele - auch technische Details nennen, möchte das in aller Öffentlichkeit jedoch nicht weiter ausführen, da es sich offensichtlich um ein sehr sensibles Thema handelt. |
Ich poste wahrscheinlich einmal mehr in den luftleeren Raum, aber warum bitte handelt es sich hier um ein sensibles Thema? Ich zumindest bin kein Jüngerin meines Lehrers und keine intolerante Verfechterin meines Stils. Ursprünglich wollte ich schreiben, dass das "Goldene" am Yang-Stil genau das gleiche ist, das alle anderen taiji-Stile auszeichnet, nämlich die Konzentration auf die inneren Kräfte, die Harmonisierung des Geistes mit dem Körper und die Möglichkeit, aus diesem Einklang ungeahnte Kräfte freizusetzen. In meiner naiven Vorstellung dachte ich, die Prinzipien des taiji würden für alle Stile gleichermaßen gelten; ich dachte, gerade diese gemeinsamen Prinzipien würden das Revolutionäre gegenüber den äußeren Kampfkünsten beinhalten, und die verschiedenen Stile variierten nur deren körperliche Umsetzung. Wenn ich wirklich beim Wechsel vom Yang- zum Chen-Stil noch einmal neu anfangen muss und alles vergessen, was ich bis dato gelernt habe, wo ist dann das Verbindende, das alle Varianten als Stile des taiji ausweist?
Alle, die von sich behaupten, das einzig wahre, traditionelle, im realen Kampf umsetzbare und anderen Stilen überlegene taiji zu unterrichten, unterziehe ich dem Generalverdacht elitärer Intoleranz. Ja, viele Wege führen nach
Rom, aber allen Wegen ist gemeinsam, ein solcher zu sein und alle sind befahrbar. Ob man den geraden breiten oder den verschlungenen schmalen nimmt unterliegt der persönlichen Wahl. Nicht jeder Weg ist für jeden gleich geeignet, aber
Rom, das Ziel, sollten sie dennoch erreichen.
Grüße,
laoshu