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Alt 15-07-2003, 23:18
derKünstler derKünstler ist offline
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Senmotic Red
 
Registrierungsdatum: 06.02.2002
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Danke Peter!!!!
Zitat:
. 1Keiner hat die Anatomie eines Tieres, aber auch die wenigsten haben die Anatomie des Wing Tsun Meisters Yip Man, der äußerst untersetzt war, durch seine Opiumsucht abgemagert und eingefallen und eher "dystroph"... ...können denn nur Menschen mit der gleichen Anatomie eine Kampfkunst ausüben?
etc
etc
Ziel einer KK sollte es sein, eben an seiner (menschlichen) Anatomie zu arbeiten, sich zu entwickeln und sich dem Ideal menschlicher Attribute (gerade was Bewegungen angeht) anzunähern. Insofern mag es Spaß machen, Tiere nachzuahmen (würde ich JEDERZEIT als Übung für´s Kindertraining einfügen!!), aber ab einem bestimmten Punkt sollte man fühlen, wie sich der eigene Bewegungsapparat EIGENTLICH verhält. Da können durchaus ÄHNLICHKEITEN mit allen möglichen Tieren auftreten; diese bedüfren aber NICHT der weiteren Nachahmung, sondern der Vertiefung, was das Verständnis der MENSCHLICHEN Anatomie angeht.
Sich wie ein Tier zu verhalten, unterstellt dem Menschen doch in irgendeiner Weise gewisse "Mangelerscheinungen", die zu seinem Wesen dazugehören. Wozu sonst können diese durch Imitation von (ach so "perfekten") Tieren kompensiert werden.
Selbst wenn ich mich von früh morgens bis spät abends wie ein Tiger bewege, BIN ich lang kein Tiger, sondern ein seltsam gebückt wandelnder Mensch, der sich nicht gemäß seiner über jahrmillionen entwickelten Anatomie bewegt.
Anders: Soll ein Delphin denn täglich an Land Gehübungen machen, weil er irgendwann mal ein Landtier war. Hätte er irgendwas davon?
Soll eine Schlange sich wie ein Affe bewegen?
Soll ein Mensch sich tatsächlich wie eine Schlange bewegen?

Wenn Menschen gewisse Mangelerscheinungen zeigen, dann liegt das nicht daran, dass sie "das Tier in sich" nicht kennen würden, sondern es liegt schlicht daran, dass durch das Entstehen von Kultur schon vor einigen Jahrtausenden die Evolution nicht mehr mithalten konnte und Alltagshandlungen entstanden sind, die nicht (mehr) unserer Konstitution entsprechen.
Dies erfordert sehr wohl einen Ausgleich, aber ob das jetzt unbdingt Tiere sein müssen, die wir uns (bewegungsmäßig) als Vorbild nehmen sollten?
Andereseits: Welcher Mensch bewegt sich denn noch WIE EIN MENSCH???

Ganz einfache Antwort, ist auch Ausgangspunkt für die modernen Körpertherapien Alexandertechnik, Eutonie, Rolfing, Feldenkrais, und Abkömmlinge:

- das Kleinkind

und ab wann hört der Mensch in aller Regel auf, sich seiner Natur entsprechend (weil kuturell zwangsangepasst) zu bewegen??

- als Schulkind

Bewegungen, die mal sebstverständlich waren, werden verlernt, von Erwachsenen ("schon verdorbenen") Bezugspersonen wird nachgeahmt.

Selten sind ECHTE Erkrankungen für die Fehlentwicklung verantwortlich.

Abhilfe: Wieder lernen, sich wirklich gemäß der EIGENEN Natur zu bewegen!

Quizfrage: WO wird so etwas in den KKs gelernt (sag jetzt keiner im "wing chun" !)

Also: Wo???

Liebe Grüße, derKünstler
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