Zitat:
Zitat von FireFlea Im Zen als Religion ist wie in eigentlich allen mir bekannten buddhistischen Richtungen die Erleuchtung und als deren Folge das Unterbrechen des Wiedergeburtenzyklus bzw. das Eingehen ins Nirwana das Ziel. Hierzu gibt es unterschiedliche Wege; zumindest die japanischen buddhistischen Richtungen unterscheiden sich hier in der Praxis zwischen "innerer Kraft" und "äußerer Kraft". Bei Richtungen, die sich der "äußeren Kraft" bedienen wie bspw. dem Jodo Buddhismus hofft man auf Hilfe auf dem Weg zur Erleuchtung bspw. durch Gebete an den Amida Buddha beim Jodo Buddhismus. Bei Richtungen mit der "inneren Kraft" wie bspw. Zen tut man selbst etwas wie eben Zazen, Putzen, Wandern, Meditation....
Da ich aber davon ausgehe, dass das Ziel im Karate, zumindest bei der großen Mehrheit der Ausübenden, nicht das Eingehen ins Nirwana etc. ist habe ich hier zwischen Übung und Ziel unterschieden. |
aber wer sagt denn, dass zen eine religion ist? ist dir schonmal der gedanke gekommen, dass evtl. mir buddhas lehren das selbe geschehen sein könnte, wie mit jesus´lehren? gehen wir doch mal an den ursprung zurück.
meinst du die menschen wären jemandem gefolgt, wenn er die ganze zeit nur dagesessen hätte und medititiert? das haben die yogis bis dahin auch schon praktiziert. warum sollten sie ihm dann folgen?
so weit bekannt ist, wird von einigen "wundertaten" der legende nach geredet, die die menschen sich damals nicht erklären konnten, genau wie bei jesus oder moses, auch die ägyptischen priester vollbrachten diese sogenannten wunder.
Dann wird berichtet, dass buddha die arahats stets dazu anhielt, das "wissen" zu erlangen und die unwissenheit zu bekämpfen. nur was meinte er mit dem wissen? im zen hat man die koans die im fortgeschrittenen bereich genau das nachvollziehen, was man eine erleuchtung nannte. buddha wollte auch dass seine arahats seine lehre weiterführten und damit auch seine fähigkeiten. wie aber soll das mit religiösem fundament geschehen- wo doch nur der glaube das wissen ersetzt? und warum kann heutzutage kaum noch einer der strengsten buddhisten diese fähigkeiten vorweisen? buddha übrigens warnte seine arahats davor, ihre fähigkeiten dem breiten volk zu zeigen, da diese es nicht verstehen würden und evtl. neid oder andere probleme als folge kämen. wie passt das alles zu einer religion in der sich doch jeder aufgehoben fühlen kann?
heutzutage erklärt man im zazen, dass man es ziellos tun solle und alles von sich fallen lassen soll. das entgeht jeder grundlage der meditation, die eine erleuchtung sachlich nachvollziehbar machen kann. man hat aus dem wissen des zen nnur eine religion gemacht, so wie man jesus als gesandten irgendeines gottes sieht, obwohl er selbst behauptet hat, wenn sie ihn sehen, sehen sie gott. auch er hatte übrigens dieselben wunder vollbracht, die heutzutage keiner der priester mehr nachvollziehen kann, obwohl sie doch streng religiös sind und jesus´ getreueste anhänger. frag sie mal ob sie jemanden heilen können mit ihrer hand. frag mal einen zazen-meister ob er sehen kann ohne den trug der augen, ob er hören kann ohne den trug der ohren. davon redete buddha und er zeigte es den leuten, denn sonst hätten sie ihn als einen der vielen schwindler abgetan, derer es ganz sicher zur genüge gab, so wie heute.
du hast recht, dass karate ganz sicher nicht helfen wird aus dem kreislauf der wiedergeburten herauszukommen.aber es ist eine sehr sehr effektive meditationsmethode um das tor zum "universellen wissen" von dem buddha sprach aufzustossen, wenn man den schlüssel hat. auch das putzen oder sonstige einförmige arbeit, kann eine sehr gute methode dafür sein, aber man braucht eben den schlüssel dazu und der liegt nicht im "nichtswollen"