Zitat:
Zitat von ernie0012 Dennoch denke ich das sowas wie Hapkido oder Aikido doch gar nicht mit Kickboxen zu vergleichen ist. Wenn ich lese das bei Aikido und Hapkido eher Techniken zur Verteidigung gelehrt werden, Selbstbeherrschung u.s.w und beim Taekwondo Angfriffstechniken, dann ist das doch schon eine Gegensatz.
Könnte man vereinfacht sagen:
Aikido/Hapkido = Verteidigung/Defensiv in erster Linie
Ju-Jutsu = so ein Mittelding ? von beiden Sachen etwas
Kickboxen, Judo, u.s.w = Angriff/Offensiv in erster Linie
?????
Das eine ist eine SV-bei der trainiert wird wie man aktive auf den Gegner drauf geht und bei der anderen lernt man wie man immer nur dann aktiv wird, wenn man angegriffen wird. Ihr könnt mir doch nicht erzählen das hier keine großen Unterschiede zwischen Aikido/Hapkido und Taekwondo o.ä. im Sinn bestehen? |
folgendes:
es gibt keine defensive kampfkunst.
um einen kampf welcher art auch immer zu gewinnen, muss man agieren statt zu reagieren.
das ist bei kampfsport,
SV und jedem anderen problem im leben gleich... probleme lassen sich eben nicht aussitzen
sicher kann man schläge und tritte blocken... kickboxer und andere kampfsportler können das mit ziemlicher sicherheit sogar besser als gleichlang trainierende kampfkünstler beliebigen stils
aber es wird der moment kommen, wo man dann doch mal dem anderen die gute laune verderben muss und sich wehrt.
da blocken unheimlich schwer ist (wirst du noch merken), selbst zuschlagen aber nicht, wirds dir deine gesundheit danken, wenn du eher früher als später damit anfängst, dich zu wehren (gesetzt dem fall, die methode der wahl - flucht - ist nicht möglich)
hapkido hat soviele techniken mit ju jutsu und kickboxen gemeinsam, dass es einfach lächerlich wäre, eins als defensiv und eins als offensiv einstufen zu wollen, auch wenn das die werbung vielleicht suggeriert
ein zentraler gedanke: letztlich muss sich da kein kampfstil verteidigen, sondern DU.
wenn du defensiv bleiben willst, bleib defensiv, wenn du offensiv sein willst, sei offensiv.
das nötige handwerkszeug für beides gibt dir jede ernstzunehmende kampfkunst.
und ein allerletzter gedanke: wie trainieren eigentlich leute in kampfstilen, die 100% defensiv sind?
oder anders gefragt: wie übt man verteidigen, wenn keiner angreift?
vielleicht geht dir ja ein licht auf bzgl. 'defensiver kampfkünste'
man sieht aber viel zu oft, dass "defensive" nur ne schlechte entschuldigung für unfähigkeit ist...