Hi Ernie!
Also um deine Frage zu beantworten...
Das geht nicht soooo einfach... früher konnte man beim
JJ sagen 1/3 Aikido-Techniken - 1/3 Karate - 1/3 Judo... heute ist
JJ um einiges anderes erweitert worden (Boxen, Kickboxen, Escrima, Waffen,...). Aber dennoch ist der Anteil der Techniken die mit denen aus dem Aikido gleich bzw. sehr ähnlich sind immer noch sehr groß... nur das 1/3 würde ich so nicht mehr gelten lassen. Außerdem werden viele Wurf- und Hebeltechniken die du im Aikido findest im
JJ oft etwas anders ausgeführt... mal ein Beispiel:
Nehmen wir mal den sogenannten Schleuderwurf... im Aikido wird er (in der Regel) so ausgeführt das sich dein Partner nach dem Wurf abrollen und und wieder aufstehen kann. Im
JJ wird dieser gleiche Wurf vom Ansatz etwas abgeändert (Du hälst die eine Hand fest und gibst nicht soviel Schwung) das führt dazu das der geworfene Dir direkt vor die Füße fällt und du seinen einen Arm noch in der Hand hälst um eine Festlegetechnik etc. durchzuführen. Im ernstfall willst Du ja nicht das Dein Partner wieder aufsteht und Dich erneut angreifen kann...
DAS WAR JETZT NUR EIN BEISPIEL, natürlich weiß ich das es auch im Aikido festlegetechniken gibt und das auch im
JJ der Schleuderwurf wie im Aikido ausgeführt werden kann... UND ja ich weiß auch das wenn jemand nicht Fallen kann er auch im Aikido (wenn er nicht fallen kann) voll auf die Fresse fällt (im warsten Sinne des Wortes)...
Zum Thema Mentalität: Also ich glaube sowas hängt nicht nur vom Sport sondern auch vom Verein / Trainer ab... wenn Du im
JJ einen abolut pazifistischen Trainer findest wird er Dir sicherlich ganz andere Techniken zeigen bzw. dir sagen (mach das lieber nicht das könnte ja schwere Verletzungen bergen) als wenn Du einen Kampferprobten
JJ-Ka erwischt der an der als Türsteher im Ghetto arbeitet...

Aber im allgemeinen (soweit ich unsere hiesigen
JJ-Vereine kenne) steht da die Philosophie nicht so dermaßen im Vordergrund... vielleicht 20 Prozent oder so (max).
Gruß Stephan