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Alt 14-05-2008, 10:54
senz senz ist offline
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Kampfkunst: karate- do
 
Registrierungsdatum: 08.04.2008
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Zitat von Silvan Beitrag anzeigen
Wenn du verstanden hast, was du da überhaupt machst.
Wenn deine Körperhaltung stimmt.
Wenn deine Atmung stimmt
Wenn deine Muskeln richtig arbeiten.
Wenn du das alles kannst, dann beherrscht du die Kata.

Was viele falsch machen ist, dass sie eine Kata so schnell wie möglich laufen wollen. Dass ist aber nur für Kata-Wettkämpfe von nutzen und hat mit Karate nichts zu tun. Man sollte die Techniken immer nur so schnell ausführen, wie man auch die Kraft übertragen kann! Ausserdem kann es von grossem nutzen sein, eine Kata so langsam wie möglich zu laufen. Man baut damit mächtig Ki auf!

Und da wir alle gerne Beispiele sehen- so sieht ein Man aus, der seine Kata Beherrscht (auch wenn er dem nicht zustimmen würde).
YouTube - Morio Higaonna
ein schauspieler der nicht in der lage, seine rolle zu fühlen- sich der gefühle anzunehmen, die ihm vom drehbuch vorgegeben werden, würden wir einen schlechten schauspieler nennen. ein schauspieler, der sich nur richtig bewegt, der nur einwandfrei seinen text aufsagen kann, wird kein erfolgreicher schauspieler.wir würden sagen- er beherrscht seinen rollen nicht perfekt und wir werden beim hinsehen daran erinnert, dass es eben doch nur ein film ist. wir möchten das aber nicht, sondern wollen den film als real erleben. daher ist dieser film dann schlecht. ein film jedoch, der uns zum lachen bringt, zum weinen bringt, zum mitfiebern und zum erschrecken- das ist ein guter film.

Eine kata ist ein imaginärer kampf gegen verschiedene gegner. doch wir nehmen es niemandem ab, dass das ein kampf ist, wenn er nicht dabei seine rolle lebt. die gefühle die bei einem kampf gegen mehrere gegner aufkommen, muss derjenige annehmen. sie leben. dadurch kommt ki in eine kata- das höchste ziel, das in der kampfkunst erreicht werden kann- die einheit von körper,geist und seele.diese einheit muss fühlbar werden in den techniken der kata. die kata muss gelebt werden-das auge muss leuchten. dann ist eine kata perfekt.
jedoch gibt es heutzutage leider sehr wenige gute schauspieler, die ihre rolle leben, wenn sie kata laufen. man beschäftigt sich mit dem ablauf, die sauberen techniken und dann noch die theoretische anwendung. und damit schluss. das ist so als käme man von der schauspielschule mit allem wissen, und wird doch kein guter schauspieler, weil man nicht in der lage ist, sein herz in seine tätigkeit zu bringen.

daher finde ich diese meinung im interview sehr korrekt. es nützt nicht 50 katas vom ablauf zu können, auch die techniken sauber zu bringen, wenn man sie nicht erlebt. wenn man dieses hohe ziel der kampfkünste selbst nur in einer einzigen kata erreichen kann,ist man tausend schritte weiter als einer der 50 katas nur laufen kann.

Geändert von senz (14-05-2008 um 10:57 Uhr).
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