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Alt 28-05-2008, 19:19
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Da Du keine Ahnung von "tradierten Übungen" hast und auch keine praktiziert hast, kannst Du auch nicht allen Ernstes diese in ihrer Wirkung beurteilen wollen. [...] Nur ein Idiot käme auf die Idee 1000 Liegestützen als "Krafttraining" zu machen. Sowas ist keine tradierte Methodik der CMA, oder gar IMAs.
Tatsächlich habe ich wenig Ahnung von IMA, CMA und allgemein TMA habe ich allerdings schon ein wenig kennen gelernt. Anstatt mir zu sagen, was du zu den IMA in dieser Hinsicht denkst und mit mir darüber zu diskutieren laberst du aber rum in wie gehabt pissigem Tonfall - so kommt man halt auch zu keinen Ergebnissen.
Zitat:
...Es hat sich allerdings herausgestellt dass es wohl schlicht zu lange dauert bis da Ergebnisse vorliegen, ein typischer NFL-Spieler hat halt keine 4 Jahre Zeit um gut zu werden...
Ist das wirklich so mono-kausal? Bestünde nicht etwa die Möglichkeit nebenher noch IMA-Training einzubauen um wenigstens einen kleinen Effekt davon zu bekommen? Oder schließen sich die verschiedenen Trainingsmethoden gegenseitig aus? Ist nicht auch möglich, dass die NFL'er die Trainingsmethodik doch ineffektiv fanden und nicht nur dein gewünscht-positive Wertung des Abbruchs einschlägig sit? Ich kenne das "Hemd" nicht, mich würde aber mal interessieren, wie es jenseits seiner bekannten Spielregeln aussähe - klar gewinnt er beim Von-der-Stelle-Schieben, wie er es kennt. Wie macht er sich denn in einem Fottballspiel? Oder sind seine erlangten Attribute da vllt. doch nicht so tauglich? Funktioniert die Erdung auch aus dem Sprint heraus, bei Angriffen durch drei Schwergewichte aus drei Richtungen, während man versucht einen weiten Pass zu fangen?
Zitat:
Die Argumentation dass ausgerechnet Ganzkörperkraftübungen die permanten im Wechsel sämtliche Torsomuskulatur verwendet diese nicht als "Kette" trainieren soll weil kein geiler wissenschaftsdeutscher Name drauf steht, während eine rudimentäre Version davon dann ganz toll diese Ketten mit Kettlebellübungen usw. anspricht weil man es drauf schreibt erschliesst sich mir nicht. Im besten Fall trainierst Du ganz genau auf die gleiche Weise mit einem anderen Namen, die "tradierten" Übungen werden nicht schlechter dadurch dass man dort eine bestimmte Bezeichnung nicht benutzt. Ob ich eine Kettlebell benutze oder eine Steinkugel ist Wurst, ausser dass die Kugel keinen Griff hat und man da noch ein bischen stützen muss.
Interessanter Weise liest du wieder Sachen in meine Beiträge hinein, die ich nicht geschrieben habe. Überhaupt habe ich bei deinen Beiträgen und deinem Tonfall oft den Eindruck, dass da vergrabene Aggressionen an die Oberfläche dringen und motzig geäußert auf gar nicht ausgesprochene Inhalte eingegangen wird. Tatsächlich habe ich eingangs fast das selbe gesagt, wie es hier von dir proklamiert wird: Viele Übungen "von damals" sind kaum anders, als das, was man heute im Studio machen sollte (Stichwort Sack-ziehen und Butterfly mit Schritt am Kabelzug). Nur geht es da gezielter (zB mit feiner gerastert wählbarem Gewicht, mehr Möglichkeiten zu variieren, usw) und mit gezieltem wissenschaftlichem Ansatz, der nunmal gerade bei so profanem Krafttraining effektiver eingreift, als rein empirisch ermittelte und tradiert überlieferte Methoden (zB was WDH- und Satzzahlen für bestimmte Ziele angeht, sowie ausgefeilte Methoden zur Muskelbildung jenseits schlichtem "ein paar Mal hoch das Ding").
Zitat:
Extrem langsame Übungen sind dagegen scheinbar für die Wissenschaft noch immer ein Buch mit sieben Siegeln, dabei ist der Effekt extrem billig und jederzeit überprüfbar. Da muss sich eher die Wissenschaft die Frage stellen lassen warum die da immer noch keine Erkenntnisse zu haben.
Ich bin mir nicht so sicher, dass die Wissenschaft da keine Antworten zu hat. Vllt. kennst du sie nur nicht. ZB wird bei fortgeschrittenen Methoden zur Muskelbildung sehr langsames Ausführen der Übungen, insbesondere der exzentrischen Phase herangezogen (6 bis 10 sek exzentrische Phase zB bei Kniebeugen oder Klimmzug haben es in sich). Generell beinhaltet Hypertrophietraining ja langsame negative Phasen, weil es hierbei zu den Rissen in den Z-Scheiben kommt, die ganz wesentlich hypertrophe Anpassungsprozesse in Gang setzen. Außerdem wird bei langsamen Bewegungen stärker antagonistische und Stützmuskulatur miteinbezogen, so dass die Intermuskuläre Koordination gefördert und letztlich insgesamt weniger Sätze nötig werden.

Deine Hetztiraden gegen wissenschaftliche Fachausdrücke kannst du dir auch sparen (woher die Sensibilität in dieser Hinsicht?). Ich halte es für absolut förderlich, die Dinge im Detail exakt benennen zu können und so dezidiert diskutieren und letztlich auch aufgeklärter trainieren zu können. Wenn du was nicht verstehst, frag einfach. Ich benutze "Soundwords" jedenfalls nicht zum Selbstzweck, sondern wegen eben genannter Benefits.

Deine "bestimmte chemische Prozesse" sind mir leider zu unbestimmt. Das klingt nach pseudo-erklärung für Laien, damit sie nicht weiter nachdenken/nachfragen müssen. Welche chemischen Prozesse denn genau? Welche Hormone und wodurch genau? Was bewirken sie und wieso sind diese Effekte nicht auch anders, vllt. sogar effektiver zu erreichen?

Also: Wir sind uns einig, etliche alte Methoden sind keine anderen, als heute eingesetzte. Lediglich in Details unterscheiden sie sich. Warum soll ich also wie früher mit grob gerastertem Gewicht irgendwas trainieren, wenn ich gut durchdachte und gezielt abgestimmte Pläne mit ähnlichen, aber feiner gerasterten und damit effektiveren Übungen trainieren kann? Und dabei dank tiefergehendem Wissen auch noch intensiver auf meine jeweiligen Ziele eingehen kann und nicht einfach irgendwas nachmache, in der Hoffnung, dass es schon das trainieren wird, was ich eigentlich will?

Ansonsten bleibe ich dabei: Langes tiefes Stehen= Kraftausdauer. Stundenlanges KK-Training= Kraftausdauer. Liegestützen, freie Kniebeugen und andere BWE's, wie ich sie in praktisch allen TMA-Schulen angetroffen habe=Kraftausdauer. Arme hochalten etc.=Kraftausdauer. Partnerübungen zur Kräftigung, zB klebende Hände und pushen gegen Druck des Partners bis die Muskeln brennen=Kraftausdauer.... usw. Wie dargelegt braucht es für den richtigen Wumms aber Maxkraft. Wer die in seinem Training trainiert kann sich ja glücklich schätzen (obwohl er es mit den richtigen Hilfsmitteln im Studio immer noch gezielter bekäme), ich habe aber alles andere als das in den zig Schulen angetroffen, die ich besucht habe.

Die coolen Sachen, die zB in den japanisch okinawanischen KK angewendet wurden und werden sind auch sehr sinnvoll (Griffkraft und Stabilität mit unterschiedlich befüllbaren Tonkrügen am Rand gegriffen usw.) sind wirklich gut geeignet. Noch gezielter, durchdachter und feiner gerastert geht es aber immer noch im Studio unter fachkundiger Anleitung. Wohlgemerkt als Ergänzung zum spezifischen Bewegungstraining in den KK.
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