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Alt 29-05-2008, 03:44
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bluemonkey bluemonkey ist offline
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Zitat von Luggage Beitrag anzeigen
Ich bin mir nicht so sicher, dass die Wissenschaft da keine Antworten zu hat. Vllt. kennst du sie nur nicht. ZB wird bei fortgeschrittenen Methoden zur Muskelbildung sehr langsames Ausführen der Übungen, insbesondere der exzentrischen Phase herangezogen (6 bis 10 sek exzentrische Phase zB bei Kniebeugen oder Klimmzug haben es in sich). Generell beinhaltet Hypertrophietraining ja langsame negative Phasen, weil es hierbei zu den Rissen in den Z-Scheiben kommt, die ganz wesentlich hypertrophe Anpassungsprozesse in Gang setzen. Außerdem wird bei langsamen Bewegungen stärker antagonistische und Stützmuskulatur miteinbezogen, so dass die Intermuskulär)
ich bin in Bezug auf KT ein Freund von langsamen Bewegungen (z.B.: 4-1-6), auch wenn man damit in den meisten Studios auffällt

Klaus meint hier allerdings langsame Bewegungen ohne Zusatzbelastung (siehe Sekong-Übung) da würde die Wisschenschaft den Trainingsreiz vermissen, der dazu führt, dass man damit Bumms für Fajin (Schnellkraft) entwickelt.

Zitat:
Zitat von Luggage Beitrag anzeigen
Ich benutze "Soundwords" jedenfalls nicht zum Selbstzweck, sondern wegen eben genannter Benefits.
Gibt's nicht auch schon einen Anglizismus für "Selbstzweck"?


Zitat:
Zitat von Luggage Beitrag anzeigen
Also: Wir sind uns einig, etliche alte Methoden sind keine anderen, als heute eingesetzte. Lediglich in Details unterscheiden sie sich. Warum soll ich also wie früher mit grob gerastertem Gewicht irgendwas trainieren, wenn ich gut durchdachte und gezielt abgestimmte Pläne mit ähnlichen, aber feiner gerasterten und damit effektiveren Übungen trainieren kann? Und dabei dank tiefergehendem Wissen auch noch intensiver auf meine jeweiligen Ziele eingehen kann und nicht einfach irgendwas nachmache, in der Hoffnung, dass es schon das trainieren wird, was ich eigentlich will?
Du denkst (verständlicherweise) in den Begriffen, in der Systematik, die Dir vertraut ist.
Die Zielsetzungen sind aber teilweise Unterschiedlich. In der IMA z.B. ist das "Krafttraining" immer mit dem Training der IMA-spezifischen Koordination verbunden. D.h. man macht koordinativ Anspruchsvolle Übungen, nur mit Zusatzlast, um bestimmte Aspekte zu betonen.
In einer Handform lerne ich z.B. meine Bewegungen aus dem Unterbauch heraus zu steuern, und die Belastung aus den Armen in Rumpf und Beine zu verlagern.
Mache ich dann eine Hellebardenform (YouTube - Chen Taijiquan Guan Dao)
wird mir die Bedeutung dieser speziellen Aussteuerung bewußter, denn bei schwerem Gerät (5-7kg) merkt man einen deutlichen Unterschied in der Anstrengung bei korrekter oder falscher Ausführung.

Die Zielsetzung des IMA-Kraft-Trainings ist also :
Die erlernten Bewegungsmuster auch unter höherer Belastung einzuhalten, und
nicht in alte, ineffektive (z.B. Arbeit aus den Armen heraus, sich gegen den Schwung stellen...) zurückzufallen.

Im Krafttraining, wie ich es kenne, ist das Ziel, die Muskeln möglichst stark zu belasten, um eben ein Wachstum anzuregen.



Zitat:
Zitat von Luggage Beitrag anzeigen
Partnerübungen zur Kräftigung, zB klebende Hände und pushen gegen Druck des Partners bis die Muskeln brennen=Kraftausdauer.... usw.
das sind externe Methoden, wenn man mit dieser Zielsetzung und Methodik pusht, dann kann man IMHO tatsächlich in die Muckibude gehen

Zitat:
Zitat von Luggage Beitrag anzeigen
Wie dargelegt braucht es für den richtigen Wumms aber Maxkraft. Wer die in seinem Training trainiert kann sich ja glücklich schätzen (obwohl er es mit den richtigen Hilfsmitteln im Studio immer noch gezielter bekäme), ich habe aber alles andere als das in den zig Schulen angetroffen, die ich besucht habe.
Ich weiß nicht, ob ein Powerlifter den gleichen "Wumms" hat, wie ein traditioneller Taekwondoin, der um die 10.000N Impulsänderung auf ein Schlagpolster bringen kann (im Training aber nur in die Luft schlägt).

Wenn Du übrigens die Fajin-Bewegungen in der oben geposteten Hellebardenform mit einer entsprechend schweren Waffe meisterst, dann hast Du ohne Zweifel einen gehörigen Wumms, dass ist Schnellkrafttraining, nicht nur Kraftausdauer.

Zitat:
Zitat von Luggage Beitrag anzeigen
Noch gezielter, durchdachter und feiner gerastert geht es aber immer noch im Studio unter fachkundiger Anleitung. Wohlgemerkt als Ergänzung zum spezifischen Bewegungstraining in den KK.
Was reinen Muskelaufbau und Training von unspezifischer Kraft angeht, sicherlich,
bei IMA-spezifischer Kraft braucht man die traditionellen Übungen, oder entsprechend moderne für
Muckibuden (die gibt es aber noch nicht!).

Wie sich Training von unspezifischer Kraft (Muckibudentraining) auf die IMA-Fähigkeiten auswirken, da scheiden sich die Geister:

in Chenjiagou wird (von den "Sportlern", die sich auch auf Sanda-Wettkämpfen rumschlagen) wohl durchaus mit Hanteln trainiert und auch gejoggt, die Vertreter der traditionellen Methoden (die von Insidern teilweise als überlegen beschrieben werden) sehen das wohl eher als unnötig oder gar kontraproduktiv an (weil es ein anderer Ansatz ist, den Körper zu benutzen).

Wie sieht es eigentlich mit den Strongmen aus?
Benutzen die wissenschaftliches Training im High-Tec-Studio, oder wuppen die nicht eher auch im Training Baumstämme, Zementkugeln und Monster-LKW-Reifen?
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Erst wenn die letzte Mohrrübe als Buddhist reinkarniert ist und sich der Erleuchtung widmet, werdet ihr begreifen, dass man Karma nicht essen kann!

Geändert von bluemonkey (29-05-2008 um 03:58 Uhr).
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