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Alt 29-05-2008, 18:10
Gürteltier Gürteltier ist offline
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Kampfkunst: Karate , MMA
 
Registrierungsdatum: 13.03.2008
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Zitat von senz Beitrag anzeigen
Zitat:
naja, du hast mir eine sehr wichtige frage noch nicht beantwortet, dieevtl. sehr wichtig sein koennte um dich zu verstehen. Meine frage war- weshalb lernst du grundschule, wenn du meinst, sie sowieso im richtigen kampf nicht gebrauchen zu koennen?
ich habe nicht gesagt, dass ich meine huefte nicht mit nach vorn stosse beim mae geri. Es macht jedoch keinen sinn deswegen in den gegner reinrennen zu wollen. damit lieferst du dich aus und verlierst die stosswirkung des tritts sondern schiebst nur, da dein auftreffmoment viel zu lang wird. ob du danach nach vorn faellst oder nicht, spielt fuer die wirksamkeit des trittes ueberhaupt gar keine rolle mehr. Entscheidend ist doch nur der moment des auftreffens im ziel.
Der mae geri ist in der grundschule so aufgebaut, dass du in der lage sein musst, ihn jederzeit wieder zurueckzuziehen. Dafuer lehnt sich der oberkoerper zurueck und bildet zusammen mit den armen eine gegenkraft zu der nach vornstossenden. Dein standbein sollte dabei ebenfalls eingebeugt sein, was dir die notwendige standstabilitaet gibt, um nicht nach vorn zu fallen. Ich weiss nicht wozu ich das in der grundschule so lernen sollte, wenn ich es doch nicht anwende. Mein beispiel mit dem 1x1 erschien dir doch logisch oder?

nach dem was du schreibst, wirst du auch mit pratzen die grundschule nicht trainieren, sondern sie auch abaendern, um sie vermeintlich effektiver zu machen.
wenn dein vk dich nicht lehrt, die grundschule zu gebrauchen, die du gelernt hast, solltest du dich fragen ob das dann noch was mit karate zu tun hat.
und bei einer karate technik spielt es keine rolle ob da ein gegner da sit oder nicht, sie wird immer gleich ausgefuehrt. Der einzige unterschied koennte der sein, dass es im moment des auftreffens wehtut mit gegner, richtig.
Lass mich raten : Du hattest noch nie einen GEGNER.
Zitat:
Aber was meinst hat man sich gedacht, als man damals die grundschule des karate entwickelt hat?
Lasst uns Gymnastik reinbringen ?
Zitat:
und komischerweise hat man es sogar als kampfkunst bezeichnet. Weshalb sollte man also mit der grundschule einer kampfkunst nicht kaempfen koennen?
ist doch unlogisch,oder?
Äh, äh,... nee, da fällt mir jetzt nichts mehr ein.
Wenn Kampf draufsteht, ist natürlich auch Kampf drin. Was ist eigentlich, wenn arbeiten an der Energie / Kihon draufsteht ?
Zitat:
Die einzigen logischen gruende weshalb man andere techniken im kampf gebrauchen koennte, ist ungeduld, nichtbeherrschung der grundschultechniken bzw. deren anwendung und uebersteigertes selbstwertgefuehl, dinge mal eben schnell viel effektiver gestalten zu koennen als jahrhunderte bereits erprobt.
Jahrhunderte in der Luft rumgefuchtelt ?
Zitat:
aber mach dir nichts draus- ich weiss das ist der heutige zeitgeist.
das mit der kata habe ich nur so geschrieben um dem argument zuvorzukommen, das sei alles von mir erfunden. Wenn du genau liest, wirst du es auch so auffassen.
Ah, Bikergirl hat das grossmütige Angebot, sich nix draus zu machen, angenommen. Leider bin ich durch mein Karatedo noch nicht soweit innerlich gereift.

Grundschultechniken in die Luft zu üben, ist eine Notlösung.
An den verschiedenen Makiwaraformen macht Kihon Sinn.
Ansonsten : Das Luftkime ist sogar schädlich für gute Kimeübertragung.
Die ganze Kihonsosse in Bahnen etc. ist meiner ganz persönlichen Meinung nach ein Krebsgeschwür des modernen Trainings.
Entstanden aus dem Üben von Katasequenzen.
Kata, Makiwara, Partner - Kihon ist für Leseratten.

Wieder und wieder nur die Kata üben bringt Null Bunkaigewinn, weil eine Bewegung als kleinster gemeinsamer Nenner mehrere VERSCHIEDENE Anwendungen symbolisiert - die konkrete Anwendung ( und Ausführung der repräsentierten Technik ) muss erst eingeübt werden, bevor mensch sie vielleicht im Katavortrag mit spüren kann.

Da die Grundschultechniken aus den Kata kommen, gibt es auch hier natürlich Variationen, sobald der Ausgangsmassstab entwickelt ist. Es gibt ja sogar im offiziellen Kihon schon Keage und Kekomi.
Was der eigene Körper aus der Technik optimaler Weise macht, lerne ich am Makiwara ( was kommt an Kraft an ) und am Partner ( wie platziere ich die Technik ).
Das Festhalten an EINER Idealform ist da völlig kontraproduktiv. Die Idealform ist nur besagter Ausgangs - ( oder Vergleichs- ) massstab.

Deine Idee zur geistigen Einstellung finde ich interessant, kann sie in echten Auseinandersetzungen FÜR MICH aber in der Pfeife rauchen.



Findet es Schade, dass das keiner mehr liest ( Stattdessen wird sicher in Karatebüchern geschmökert )
Gürteltier

Geändert von Gürteltier (30-05-2008 um 05:23 Uhr). Grund: Noch mehr Perlen der Weisheit ergänzt.
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