Na ja die genau Einteilung in Angriffs- und Verteidigungstechniken erscheint mir etwas realitätsfremd, ob ich offensiv oder defensiv vorgehe hängt eher davon ab wieviel Schaden ich anrichte. Aber insofern hast du recht, ursprünglich ging es darum bei einem Gegner an verwundbaren Stellen möglichst viel Schaden anzurichten. Die Idee dass Philosophie und
KK zusammengehen ist seit nicht sooo langer Zeit verbreitet, wie es manche gerne hätten. Soweit ich weis kommt die erste schriftliche Abhandlung darüber von Takuan Soho, einem recht bekannten japanischen Zen-Mönch, der an diverse Schwertmeister schreibt dass er im Kenjutsu (jutsu nicht do!!!) die Möglichkeit sieht, eine Zen-buddhistische Kunst auszuüben. Sicher gab es auch schon in China lange davor Individuen, die nachdem sie das Handwerk gelernt hatten tiefer in die Materie eindringen wollten indem sie sich mit Daoismus/Buddhismus beschäftigten, vor allem natürlich Mönche und Asketen.
Ich würde es so sagen, Buddhismus und Kämpfen können, auch wenn es paradox erscheint, durchaus eine Einheit ergeben, nur bin ich bei Aussagen wie "das war schon immer so" etwas skeptisch. Wobei bei buddhistischen Disziplinen natürlicher Weise das eigentliche Handwerk irgendwann in den Hintergrund tritt, weshalb ich es für sehr unwahrscheinlich halte, dass die vergangen berühmten Krieger sich in Richtung Religion/Philosophie entwickelt haben während sie noch kämpfen mussten... lässt sich aber eh nicht nachweisen
