Hallo Bechtie,
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So stelle ich mir einen Beitrag für eine konstruktive Diskussion vor...
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ich mir eben auch.
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Von Yaron Lichtenstein hab ich nix gehört,
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Er war einer der ersten Danträger im
KM. Er war an der Zusammenstellung des Ausbildungsprogrammes des Wingate Institutes beteiligt und führte lange Zeit auch die größte
KM Schule außerhalb des Militä
rs in Israel.
Seiner eigenwilligen Meinung nach ist
KM exakt das, was Imi gelehrt hat und jede Abweichung davon führt dazu, dass man kein
KM mehr macht.
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Natürlich ist der Begriff Krav Maga letztlich nicht geschützt - jeder, der die israelischen Sicherheitsstreitkräfte verlassen hat, kann eine Krav Maga-Schule aufmachen und sich selbst als Ausbilder präsentieren.
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Dies gilt zwar für den Rest der Welt, aber nicht für Israel. In Israel darf man
KM nur dann unterrichten, wenn man vom israelischen Staat oder wenn man von Yaron Lichtenstein dafür lizensiert wurde. D.h. entweder macht man den Ausbilder am Wingate Institut oder in der Armee oder bei Yaron Lichtenstein. In jedem Fall muss man die entsprechenden Ausbilderlehrgänge durchlaufen und bestehen.
D.h. jeder der in Israel
KM unterrichtet ist auch dazu lizensiert. Wenn also jemand in der Armee Ausbilder war, so hat er auch einen
KM Ausbilderlehrgang durchlaufen. Natürlich entsprechen diese Lehrgänge nicht unbedingt den Lehrgängen der IKMF aber die IKMF kann auch (meines Wissens nach) in Israel selbst keine Ausbilder für Israel zertifizieren. Dasselbe gilt natürlich auch für Maor.
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Was die Frontalkicks zum Kopf betrifft, so haben wir in der Tat den Tritt unters Kinn (!) im Falle eines vornübergebeugt angreifenden Messerträgers (der die Waffe noch in der Ausholbewegung hat!) von Eyal Yanilov gelehrt bekommen. Und eher als eine Option denn als Regelanwendung.
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Das kann ich mir in einer sinnvollen
SV Ausbildung auch nicht anders vorstellen. Natürlich haben die Leute, mit denen ich trainiert habe, auch andere Alternativen genutzt. So lange diese Freiheit besteht, ist das ja ok. Problematisch ist allerdings schon, dass diese Sachen publiziert wurden, denn Leute die dies lesen oder sehen, gehen eben davon aus, dass dies aktuelles
KM ist.
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Stichwort "Deckung zum Kopf": Das kann ich mir nun gar nicht erklären, denn ich weiß nicht, was wir ausführlicher gebimst haben als 360er Outside defenses und Inside defenses /palm/forearm) mit relativ weitem Abstand zum Körper gerade wegen der Gefahr, dass ein Messer in der Schlaghand des Angreifers sein könnte.
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Ich denke ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt. Was ich meinte war, dass (auf den Videos zu sehen) beim Schlagtraining die Schlaghand zum Kinn zurückgezogen wurde.
Dies ist auch exzessiv bei dem Ablegerverband in Frankreich zu sehen.
Gegen die 360 Grad Abwehr und Inside Defenses habe ich natürlich absolut nichts einzuwenden.
Natürlich weiß ich, dass diese Sachen individuell unterschiedlich gehandhabt werden. Aber auch hier ist das Problem, dass die Sachen nach Außen hin publiziert werden und dass mancher Ausbilder die Sachen dann auch genau so macht und lehrt.
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Stichwort: "Simultanaktion Konter Schlagen " - ich kann Maors Kritik verstehen, bin aber dennoch der Ansicht, dass der Grundsatz der Gleichzeitigkeit von Abwehr und Gegenattacke eines der herausragenden Elemente im KM ist.
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Siehst du, hier finde ich, dass man einer speziellen Vorgehensweise zuviel Gewicht verleiht. Die Simultanaktion ist meiner Meinung nach eine Vorgehensweise unter vielen und sie macht manchmal Sinn und andere Male ist sie absolut nicht durchführbar.
Ich habe die Geschichte (
KM Variante 360Grad Abwehr und Konter) selbst auch intensiv geübt, musste aber unter Stress feststellen, dass bei gleichzeitigem Blocken und Schlagen (gerade wenn der Block auch seine Funktion erfüllen muss und auf den Blockarm gewisse Kräfte einwirken) die Trefferquote des gleichzeitigen Schlages nicht so hoch ist (gerade auch dann wenn die Leute sich massiv in den Schlag hineindrehen). Nur dann wenn man gut vorbereitet ist und den Angriff quasi im Vorfeld erahnt, hat man eine gute Erfolgsaussicht, wobei dort aber eher der Angriff überwiegt und der Block nur noch dazu da ist, die Restenergie des Anderen aufzunehmen.
D.h. ich habe hier einen deutlichen Erfolgsunterschied beim gemütlichen Üben in der Halle und dem Üben unter massiven Stress festgestellt. Deshalb ist für mich die Simultanaktion zwar eine Möglichkeit, aber eben nicht ein zentrales Element.
Ich tendiere eher nach dem Grundsatz intuitiv so früh wie möglich zu schlagen. Ob das nun vor mit oder nach dem Block ist, entscheidet die Situation und meine spontane Reaktion.
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Wenn Eyal wirklich die Geldmachmaschine anwerfen wollte, dann verschenkt er derzeit bei PR & Promo & Marketing jede Menge "Potenzial".
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Ich wünsche dir, dass dies für Deutschland auch so bleibt in Anbetracht dessen, was man aus Amerika bezüglich der Lizenz- und Fortbildungsgebüren für Ausbilder hört.
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Stichwort "Pistolenproblematik": Da finde ich, dass deine bzw. Maors Darstellung außer acht läßt, dass im IKMF-KM die Schwäche der nur einen Hand an der Waffe dadurch versucht wird zu kompensieren, dass man sich bei gestreckt-fixiertem eigenen Arm mit seinem Gewicht schräg nach vorne quasi auf die Waffenhand "lehnt" und so die Bewegungsfreiheit für die notwendigen Sekundenbruchteile einschränkt (währenddessen laufen ja die Counterattacks).
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Klar, das Reinlehnen bei der
KM Variante ist ja auch ultrawichtig. Wenn dies nicht gemacht wird, dann besteht intuitiv die Gefahr, dass man sich beim Schlag wieder in die Schusslinie zurückbewegt.
Bei der Pistolenabwehr habe ich ja schon geschrieben, dass ich beide Varianten für akzeptabel halte. Ich denke sowieso, dass es hier keinen Königsweg gibt. Das Wichtigste bei der Sache ist aus der Schusslinie zu kommen und die Waffe zu fixieren. Wenn man das erreicht hat, dann ist schon viel gewonnen. Ob man dabei nun die Yanilov oder die Maor Variante verwendet oder auf die Varianten ausweicht, die neuerdings auf dem Kapap Video zu sehen sind sind sollte doch egal sein. Solange man nicht, wie ich es beim Kokkar gesehen habe, bei einer umständlichen Abwehr-Hebel-Aktion drei mal die Schusslinie kreuzt, kann man mit allen Varianten durchaus Erfolg haben. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass es durchaus Leute gibt, denen die eine Variante besser liegt als die andere und Leute bei denen es umgekehrt ist.
Ist also KMM nun besser oder schlechter als
KM? Ich denke Maor hat versucht die Schwachpunkte des
KM, welches er erlernt hat bzw. welches er kennt, aus seiner Erfahrung heraus zu verbessern. Dies hat Yanilov mit dem
KM, welches er ursprünglich gelernt hat ebenfalls gemacht. Ich halte es in diesem Punkt wie Jim Wagner, der im amerikanischen Forum sinngemäß schrieb: „Alle israelischen
SV Ansätze sind praxisorientiert und gut. Keine Variante ist der anderen wirklich überlegen."
Ich denke jeder Ansatz hat seine Stärken und Schwächen. Deshalb versuche ich auch alle Möglichkeiten zu nutzen, um mir einen Überblick über diese Systeme zu verschaffen. Ideal für mich ist das, was mir persönlich am besten liegt und da ist es mir egal, ob dies von Maor, Yanilov, Nardia oder Lichtenstein kommt. Wer die Alternativen kennt, der hat auch die Möglichkeit einem Schüler, dem das Dargebotene im Einzelfall nicht so liegt, eine Alternative anzubieten und dies ist es, was für mich wichtig ist.
Gruß Ralf