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Alt 06-02-2004, 01:23
Shaolin Tempel Shaolin Tempel ist offline
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Kampfkunst: Shaolin Kung Fu, Tai Chi, Qi Gong
 
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Standard Stellungnahme zum Namensmißbrauch

Noch unsere Stellungnahme zum generellen Thema: Namensmißbrauch:

Aus gegebenem Anlaß nehmen wir Stellung zum Mißbrauch des Namens Shaolin und zum Thema Vermarktung.

Immer wieder erhalten wir sowohl Schreiben, in denen wir angegriffen werden, wir würden den Namen Shaolin vermarkten und Werbung machen. Die Argumentation dabei lautet dies entspräche nicht der Tradition . Ein weiterer Vorwurf ist, wir seien nicht liberal, weil wir uns dagegen wenden, daß jeder, der dies möchte, den Namen Shaolin nach eigenem Gutdünken benutzt. Diese Angriffe werden auch in den verschiedensten Foren vorgetragen und von einigen Leuten mit großer Vehemenz verbreitet. In den meisten Fällen übrigens, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, Shaolin selbst in diese Diskussion mit einzubeziehen.

Die Argumente, die dabei vorgetragen werden, sind immer wieder die gleichen in wechselnden Formulierungen. Hierzu möchten wir nunmehr einmal öffentlich Stellung beziehen.

1. Zwar verstehen wir, daß vielen die Vermarktung nicht paßt, aber: Auch die beste Sache muss existieren können. Wir haben in Shaolin, abgesehen von der Versorgung unserer Mönche und Meister (auch in bescheidensten Verhältnissen kostet Leben nun mal Geld) und der Erhaltung vieler Räumlichkeiten, auch ein fundiertes und recht gut funktionierendes Netz sozialer Leistungen für Minderbemittelte. Darüber hinaus wird bei uns sehr viel getan, um kleineren und ärmeren buddhistischen Tempeln zu helfen, und es wird viel investiert für die Kinder armer bzw. mittelloser Familien. Für all diese Dinge muss aber das Geld erst mal irgendwoher kommen, und es kommt eben unter anderem aus dem Kampfsportbereich. Daneben gibt es auch noch ein breites Angebot an seelsorgerischer Arbeit, die wir - soweit möglich - kostenlos vornehmen.

2. Viele schreiben, sie hätten gehofft, daß wenigstens die Shaolin-Kampfkünste traditionell bleiben. Nun, mit der Tradition bricht die Vermarktung auch nicht. Erstens ändert dies weder etwas an den klassischen Stilen von Shaolin noch am Meister-Schüler-Verhältnis oder der Art der Vermittlung im inneren Kreis der Mönche und Meister. Aber auch der Tradition nach wurden schon immer die Kampfkünste gegen Bezahlung gelehrt. Die Situation, daß Schüler selbstlos von den Meistern aufgenommen werden und vom Orden versorgt werden, gab es und gibt es auch heute noch - aber als Novize, also angehender Mönch und unter der Voraussetzung, dann ein entsprechendes Leben als Mönch und für den Orden zu führen. Alle anderen, die dazu nicht bereit sind, müssen (und mussten schon immer) für die Vermittlung der Kampfkünste zahlen.

3. Die Kampfkünste sind nur einer von vielen Aspekten Shaolins und nebenbei bemerkt noch nicht einmal der wichtigste. Zu allererst gilt es zu erkennen, daß Shaolin ein buddhistisches Kloster ist. Außerdem gehören auch die Kalligraphie, die traditionelle chinesische Medizin und viele andere Dinge noch zur Shaolin-Kultur. Um alle diese Dinge auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen - und dies soll schließlich dazu dienen, das Bessere in den Menschen hervorzubringen - sind sowohl Werbung als auch eine gewisse Vermarktung heute unumgänglich. Sie können es nennen, wie Sie möchten, aber im Endeffekt macht dies jede Gruppe, jede Kirche, jeder Tempel und jede Religion. Die Vorstellung, Shaolin sei ein einsames Kloster in den Bergen mit zurückgezogen lebenden Mönchen, hat so noch nie gestimmt. Schon kurz nach seiner Gründung entwickelte sich das Shaolin-Kloster zu dem kulturellen Zentrum in ganz Nordchina und war von daher auch nie einfach nur "alleine für sich einsam in den Bergen". Abgesehen davon ist die Auffassung, daß Shaolin seine Lehre allen Menschen öffnen soll, die logische Konsequenz des Gedankens des unendlichen Mitgefühls mit allen Wesen im Mahayana-Buddhismus. Es wäre sehr schlecht, wenn man alles Wissen einem kleinen elitären Kreis erschließen und niemandem sonst zugänglich machen wollte. Damit würde man der Lehre Buddhas völlig zuwiderhandeln.

4. Daß Shaolin vor allem für seine Kampfkunst berühmt ist, tut dem vorher Gesagten keinen Abbruch. Es ist aber gut damit beraten, diese Berühmtheit auch zu nutzen, um seine Botschaft zu transportieren.

5. Wir sind immer wieder überrascht darüber, welche Bilder in den Köpfen der Menschen existieren. Aber für die selbstgemachten falschen Vorstellungen der Menschen über eine Sache (in diesem Fall eben Shaolin) ist die Sache selbst nicht zwangsläufig verantwortlich. Wir können auch nichts dafür, wie wir oft in Filmen und in Berichten dargestellt werden. Sie können uns glauben, so gut wie kein Filmschaffender kam jemals nach Shaolin und hat vorher gefragt, wie das Kloster in einem Film gerne dargestellt werden möchte oder auch nur, was die Wahrheit über die Lehre von Shaolin ist. Dies führt dazu, daß viele Menschen glauben, ihr Bild von altehrwürdigen Shaolin-Meistern müsse erfüllt werden, sonst ist das, was sie sehen nicht echt oder original. Meist, so zeigt die Erfahrung, sind dies Personen, die Ihr eigenes Bild von einer Sache wenig kritisch hinterfragen, sich zum Maßstab dieser Sache machen und verlangen, alles was damit zusammenhängt, muss so sein wie sie sich das vorstellen.

6. Einwände gegen die Vermarktung hören wir ja immer wieder von den verschiedensten Seiten, auch von Leuten, die in Shaolin in China waren. Aber sieht man es aus unserer Sicht, stellt sich die Sache so dar: Da hat jemand die Idee, etwas Außergewöhnliches lernen zu wollen, reist nach China und stellt dort fest, er kommt nicht in einem einsamen Bergkloster an, sondern neben ihm hatten noch Zehntausende von Menschen aus allen Nationen und Kontinenten die gleiche Idee. Kommt er dann nur wegen der Kampfkünste, muss er hören, es geht nicht nur darum, und das ist zu einseitig. Kommt er auch wegen der Lehre hinter den Kampfkünsten, ist oft die Überraschung: Ohne Chinesisch geht fast nichts. Dann ist er aber überrascht, daß es Meister gibt, die bereit sind, all diesen Suchenden zumindest die kampfkünstlerische Seite beizubringen - aber gegen Bezahlung. Und schon fällt ihm auf (offensichtlich erwartend, alle Shaolin-Meister sitzen den ganzen Tag meditierend im Kloster und warten auf diesen einen Schüler), es ist zu kommerziell. Dabei aber übersehend, die wahren erleuchteten alten und erhabenen Meister, die er gerne als einzige vorgefunden hätte, gibt es zwar auch, aber sie ziehen sich zurück und sind eben nicht bereit, genau diese Art von Schülern zu unterrichten. Jetzt könnte man einwenden: Wir, die wir es geschafft haben, haben leicht reden. Aber eben weil uns diese Tatsache und die Gefahr der Kommerzialisierung unseres Tempels in China bewußt ist, versuchen wir, die Shaolin-Kultur auch in die Länder zu tragen, aus denen die meisten Interessenten kommen.

7. Es gibt viele negative Formen der Vermarktung von Shaolin, die aber - wenn man genau hinsieht und Bescheid weiß - in 99,99% der Fälle nicht von Shaolin stammen..Sie werden vielmehr von Organisationen vorgenommen, die versuchen, mit dem Namen von Shaolin Geld zu machen. Genau diesen Negativerscheinungen mit falschen Meistern und angeblichen Mönchen, mit Scharlatanen, die gutgläubige Menschen mit guten Absichten verführen und mit Shaolin nichts gemein haben, noch nicht einmal die äußere Form, versucht Shaolin z.B. durch Herrn Deyhle das Handwerk zu legen. Reaktion der Betroffenen ist die Behauptung: Wir würden nur versuchen, die alte Tradition des freien Geistes zu unterdrücken und wollen nur Geschäfte machen. Aber da jeder nur in seinen eigenen Strukturen denken kann, fragen wir uns: Wen hören wir von Shaolin denn da wohl rufen?

8. Der Shaolin Tempel wird oft angegriffen, weil er mit Geld ausgestattet ist und hier in Deutschland als GmbH organisiert ist. Zunächst einmal: Es gibt vom Shaolin Tempel auch einen gemeinnützigen Verein und einen buddhistischen Orden - ebenfalls gemeinnützig - in Deutschland .Darüber hinaus existieren viele z.B. durch den Abt in China ins Leben gerufene soziale Projekte, die von eben jener GmbH unterstützt und finanziert werden. Da das deutsche Recht nach einer Rechtsform verlangt, ist die gewählte ebenso gut oder schlecht wie jede andere. Aber viel wichtiger: Viele der Angriffe können hier nur etwas verwundert, fast als eine Art Neid betrachtet werden. Geld zu besitzen ist zunächst einmal weder gut noch schlecht oder besser weder positiv noch negativ. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Und hier muss man sagen: Wir finden es besser Geld so einzusetzen, daß es möglich ist, etwas zum Besseren für die Menschen zu bewirken.

9. Vermarktung ist nichts anderes als das Bekanntmachen von etwas bzw. eines Angebots (in diesem Fall unseres Trainingsangebots und unseres Unterrichts). Dazu setzt man Mittel ein wie Flugblätter, Zeitungsanzeigen, Artikel in Zeitschriften, Fernsehberichte und Homepages im Internet. Diese Mittel setzt jeder ein (bezeichnenderweise auch gerade die, die den Namen Shaolin mißbrauchen - denen wird es aber, wie die Erfahrung zeigt, weitaus weniger vorgeworfen wie dem echten Tempel, denn der darf so etwas ja nicht - was natürlich Unsinn ist). Wir versuchen eine Botschaft zu transportieren. Eine sehr gute Botschaft, wie wir meinen. Dabei bedienen wir uns zur Verbreitung buddhistischer Werte z.B. auch des Shaolin Kung Fu (was auch unser gutes Recht ist, denn es ist ja sozusagen zumindest unser geistiges Eigentum). Jeder andere, wie gesagt ,setzt diese Mittel auch ein - jeder andere hat nur meist viel weniger Möglichkeiten dazu; weil er erstens mit weniger finanziellen Mitteln ausgestattet ist wie der Shaolin Tempel und zweitens weil sich viel weniger Medien für andere Kampfsportschulen interessieren als für den Shaolin Tempel. Das gleiche erleben wir bei buddhistischen Tempeln auf der religiösen Seite: Shaolin ist einer der wenigen auch im Westen bekannten Namen im Buddhismus und daher wird natürlich hier auch öfter nachgefragt. Aber wer würde die Möglichkeiten nicht nutzen, seine Botschaft zu verbreiten, wenn er denn eine hat? Uns gibt es die Möglichkeit an die Hand, nicht nur vor Buddha zu knien, sondern mit Botschaften, durch Wirken, durch Einflussnahme jeder Art und auch durch den Einsatz unserer Finanzmittel auch wie Buddha zu handeln. Und das ist der Schlüssel.

10. Kennen Sie den Spruch: Eine Idee ist nicht verantwortlich für die, die an sie glauben? Nun, auch wenn dieser Satz nicht immer ganz zutrifft, mit uns in Shaolin ist das ein Stück weit ähnlich. Wir werden von vielen Fernsehanstalten, Radiosendern, Zeitungen usw. um Interviews gebeten, es werden Reportagen angefertigt usw.. Fast täglich gibt es etwas anderes. Oftmals und zu vielen Gelegenheiten sieht das, was dann veröffentlicht wird, nicht so aus, wie wir uns das wünschen, selbst dann nicht, wenn Shaolin dabei sehr positiv dargestellt wird. Selbst dann widerspricht z.B. die Art der Darstellung oft unseren Vorstellungen, aber darauf haben wir keinerlei Einfluss mehr und müssen uns den "Gesetzen" einer Medienwelt beugen.

11. Um nun auch auf das Thema Namensmißbrauch zu kommen: Wenn Personen, die dazu nicht berechtigt sind, den Namen Shaolin verwenden, um damit ihre Kampfsportschulen zu kennzeichnen, ist dies kein Kavaliersdelikt, sondern Namensmißbrauch und in ca. 95 % aller Fälle auch noch Diebstahl geistigen Eigentums, ohne jedoch tatsächlich auch nur das geringste mit Shaolin zu tun zu haben. Gegen solche Machenschaften verwehren wir uns nicht nur, sondern werden auch in Zukunft mit aller Entschiedenheit dagegen vorgehen. Hier gibt es kein Vertun: Wer den Namen Shaolin benutzt, sollte auch vom Shaolin Tempel dazu berechtigt sein oder er muss es sein lassen. Niemand fände es witzig, seinen Namen irgendwo wiederzufinden und festzustellen, daß der Name für Geschäftemacherei mißbraucht wird. Interessanterweise wird nur Shaolin angegriffen, wenn es sich dagegen verwehrt. Meist verbunden mit dem Vorwurf, man wolle nur Geld machen. Was aber wollen die, die den Namen stehlen? Aber selbst wenn Sie kein Geld damit verdienen wollten (und das sind die wenigsten), ist und bleibt es namensrechtlich ein Vergehen.

Wir fordern also alle auf, die den Namen Shaolin ohne nachzufragen und ohne ausdrücklich schriftliche Genehmigung des Shaolin Tempels (und zwar der jeweiligen Landesvertretung) nutzen, dies zu unterlassen. Wenn diesen Personen wirklich etwas an der Idee und dem Geist von Shaolin liegt, tun sie dies auch. Wenn Personen und Organisationen uneinsichtig sind, sind wir zu unserem größten Bedauern früher oder später zu juristischen Schritten gezwungen.

12. Tatsächlich ist es doch wohl so, daß alle, die sich den Namen Shaolin eigenmächtig und widerrechtlich angeeignet haben, dies taten in dem Glauben: Das verträumte Bergkloster ist Tausende von Kilometern weit weg, die bekommen das nicht mit und wenn doch, sind es ein paar Mönche, die sich sowieso alles gefallen lassen. Nun muss man feststellen: Im Zuge von Globalisierung und Internet (wie auch immer man dazu stehen mag) sind 10.000 km keine besondere Entfernung mehr, aber nicht nur das, eben dieses Kloster eröffnet - weil sich so viele Menschen für seine Lehre und Kultur interessieren - in vielen Ländern Ableger. Und dann ist man überrascht, daß die was dagegen haben, daß Ihr Name vergewaltigt wird. Es sind zwar Mönche, aber mehr von dem Typus, die sich nicht alles einfach so wortlos gefallen lassen. Tja, da haben haben wohl diejenigen, die den Namen Shaolin mißbrauchen, die buddhistische Lehre unterschätzt, die besagt: Alles was man tut, zieht Konsequenzen nach sich. Und bevor jemand versucht, mit buddhistischem Gleichmut zu argumentieren. Es gilt noch mal zu betonen, es geht hier um die Bekämpfung von Scharlatanen, die gutgläubige Menschen ausnutzen und ihnen unter Vortäuschung falscher Tatsachen versuchen, das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Um es nochmals mit aller Deutlichkeit zu formulieren: Jeder der den Namen Shaolin unrechtmäßig nutzt, darf sich hiermit freundlich aber bestimmt dazu aufgefordert fühlen, diesen Mißbrauch des Namens zu unterlassen. Geschieht dies nicht, muss er die Konsequenzen seines Handelns tragen.

Autorisieren zur Nutzung des Namens kann nur der Shaolin Tempel in China, jeweils vertreten durch seine Landesvertretungen und an denen führt den auch kein Weg vorbei (wieso gründet man sie sonst auch). Für Europa ist dies der Shaolin Tempel in Berlin bzw. dessen Filialen in Kaiserslautern (für Deutschland), Wien (für Österreich), London (für England), usw.

Alle denen dies nicht passt, können es gerne sein lassen. Und man kann sich und uns bitte auch ersparen, uns erklären zu wollen, was Shaolin "gemäß" ist bzw. dem Kloster, in dem der Chan-Buddhismus begründet wurde, erzählen zu wollen, was "buddhistisch" ist oder nicht.

Wir hoffen, mit diesen deutlichen Worten niemanden unnötig verschreckt zu haben. Aber hier wird auf Kosten des Tempels und der Menschen und mit dem Namen von Shaolin schlimmster Mißbrauch getrieben zum Schaden vieler. Dies gilt es abzustellen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: info@shaolintempel.de.

Diese Stellungnahme findet sich auch in den FAQ der Homepage des Shaolin Tempels Kaiserslautern.
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Der Shaolin Tempel

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Alles, was wir sind, entsteht durch unsere Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.
(Buddha)
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